{"id":148,"date":"1996-10-05T14:26:32","date_gmt":"1996-10-05T12:26:32","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.aafv.de\/2011\/10\/05\/1996\/"},"modified":"1996-10-05T14:26:32","modified_gmt":"1996-10-05T12:26:32","slug":"1996","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/soziale-arbeit-mittelmark.de\/archiv\/1996\/10\/05\/1996\/","title":{"rendered":"Jahres-Chronik"},"content":{"rendered":"<h2>1996<\/h2>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Aufr\u00e4umungsarbeiten an T\u00fcmpeln, Teichen und Feuchtbiotopen in den \u00c4mtern<\/span><\/h3>\n<p>In den Gemeinden der Amtsbereiche Belzig, Br\u00fcck, Wiesenburg, Treuenbrietzen, Niemegk und Ziesar gibt es eine Vielzahl von T\u00fcmpeln (S\u00f6lle), Teichen sowie Wasserl\u00e4ufen und Feuchtbiotopen, die in den letzten Jahren stark vernachl\u00e4ssigt wurden. Demzufolge bestand hier ein sehr gro\u00dfer Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>Eine ABM startete im M\u00e4rz mit 21 Teilnehmern, deren Zielstellung vorrangig Ber\u00e4umungs- und Aufr\u00e4umungsarbeiten im Umfeld von Gew\u00e4ssern waren. Umgest\u00fcrzte B\u00e4ume wurden entfernt, Unrat beseitigt und R\u00fcckschnitte von Wildwuchs an Teichen und deren Umfeld durchgef\u00fchrt. Die Zu- und Abfl\u00fcsse der Teiche wurden wieder hergestellt, die Ufer mit Faschinen befestigt und an den Gew\u00e4sserr\u00e4ndern wurden Entschlammungsarbeiten ausgef\u00fchrt. Es erfolgten Ausbesserungen und Befestigungen von Wegen und Zufahrten f\u00fcr Angler, Wanderer und weitere Interessierte.<br \/>\nIn diesem Zusammenhang wurden auch Arbeiten an den Feuerl\u00f6schteichen ausgef\u00fchrt, die in vielen Gemeinden ihrer Funktion nicht mehr gerecht wurden. Die freiwilligen Feuerwehren in diesen Orten ben\u00f6tigten f\u00fcr ihre Eins\u00e4tze intakte Teiche zur Entnahme von L\u00f6schwasser. Die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde war in die Projektvorbereitung und -anleitung einbezogen und die Zusammenarbeit zur fachlichen Anleitung mit dem Naturschutzbund erfolgte ebenfalls.<\/p>\n<p>Eine zweite Ma\u00dfnahme beinhaltete Rekultivierungs- und Pflegearbeiten an Feuchtwiesen im Bereich Belzig, eingeschlossen Streuobstwiesen. Sie begann im Juli mit 6 Teilnehmern.<br \/>\nDieses Projekt diente der Herstellung und Erhaltung von Biotopen, insbesondere von\u00a0 Gestaltungselementen der Kulturlandschaft und als Lebensr\u00e4ume f\u00fcr viele Tier- und Pflanzenarten. Die Teilnehmer waren damit besch\u00e4ftigt, wildwachsende Birken und Geh\u00f6lze von den Streuobstwiesen zu entfernen, die Wiesen zu m\u00e4hen und den Baumverschnitt bzw. Neuanpflanzungen durchzuf\u00fchren. In den Feuchtwiesen erfolgte ebenfalls die Mahd sowie andere Pflegearbeiten. Dazu geh\u00f6rte auch die Beseitigung von M\u00fcll und Unrat. In alten, nicht mehr genutzten Gartenanlagen am Belziger Sportplatz, wurden Z\u00e4une und Reste davon entfernt, ebenso Lauben und andere baulichen Anlagen. So erfolgte die Angleichung der Gartenstruktur an die angrenzenden Feuchtwiesen. Auch hier war die fachliche Anleitung durch die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Beide Ma\u00dfnahmen hatten eine Dauer von einem Jahr.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Schlachtget\u00fcmmel und Gaukelei &#8211; Osterspektakel erstmals auf Rabenstein\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Ostern steht auf der Burg Rabenstein ganz im Zeichen des Mittelalters. Die Festspiele sind nun schon seit 1996 Tradition geworden und j\u00e4hrlich findet das Spektakel statt. Wildes Schlachtget\u00fcmmel der Ritterschaft, darunter auch so manch Ritter von trauriger Gestalt, und Gaukeleien von Artisten und Harlekinen beherrschen die Burg. Die Besucher kommen aber auch bei anderen Darbietungen auf ihre Kosten. Sie werden mitgenommen auf eine unterhaltsame Zeitreise in ein farbenpr\u00e4chtiges, Spektakel.<br \/>\nDie Besucher k\u00f6nnen das Ritterlager besichtigen und sich selbst mit Pfeil und Bogen ausprobieren, Quacksalbern und Wahrsagern zuh\u00f6ren, das Burgmuseum besichtigen und an zahlreichen St\u00e4nden mittelalterlichen Handwerkern \u00fcber die Schulter schauen. H\u00e4ndler bieten ihre Ware feil und auf\u00a0\u00a0 m\u00e4rchenhafte Tage d\u00fcrfen sich jedes Jahr nicht nur die kleinen Kinder freuen. Jedes Jahr wird von den Organisatoren von Neuland-Zeitreisen ein abwechslungsreiches Programm organisiert.<br \/>\nAber auch die kulinarischen Gen\u00fcsse kommen nicht zu kurz, f\u00fcr\u00a0 Gaumen und Kehle wird gesorgt. Daf\u00fcr sorgt Burgherr Fritz Lintow mit seinem Gefolge. Herzhaftes Bratwerk und s\u00fcffige Weine werden angeboten. Man kann im Rittersaal oder in der Burgsch\u00e4nke laben, schlemmen und genie\u00dfen oder in der Burg-B\u00e4ckerei von B\u00e4ckermeister Ingo Schulz die Spezialit\u00e4ten kosten.<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt aber auch zur guten Tradition des Mittelalterspektakels, dass am Ostersonntag der Osterhase der Burg einen Besuch abstattet. Gesehen hat ihn noch keiner, aber er versteckt stets viele, bunte Ostereier in der Burg und im Burggel\u00e4nde.<br \/>\nBleibt j\u00e4hrlich nur noch abzuwarten, welcher Ritter nach dem Turnier das Burgfr\u00e4ulein Rosemarie aus ihrer mehrhundertj\u00e4hrigen Verbannung aus dem Bergfried befreien kann.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Wiesenbr\u00fcterschutzprogramm in den Belziger Landschaftswiesen<\/span><\/h3>\n<p>Um die artenreiche Flora und Fauna im einstweilig gesicherten Naturschutzgebiet der Belziger Landschaftswiesen zu sch\u00fctzen, wurden umfangreiche Aktivit\u00e4ten im Rahmen einer ABM realisiert. Durch die unterschiedlichen Anspr\u00fcche der einzelnen Arten innerhalb einer komplexen Lebensgemeinschaft wurden ab Mai verschiedene Arbeiten durchgef\u00fchrt. 10 Teilnehmer begannen damit, Beobachtungen durchzuf\u00fchren, die darauf abzielten, Brutplatzstandorte zu lokalisieren. Es ging in erster Linie um die vom Aussterben bedrohte Gro\u00dftrappe und um weitere, selten gewordene Wiesenbr\u00fcter. Anschlie\u00dfend erfolgte die Markierung der Gehege und die Kontrolle der Brutstandorte. Durch die intensiven Beobachtungen wurde die festgestellten Brutpl\u00e4tze gro\u00dffl\u00e4chig, ein bis drei Hektar, von der Nutzung ausgenommen, um ein Zerm\u00e4hen der Gelege, K\u00fcken und Altv\u00f6gel zu verhindern<\/p>\n<p>Die letzten Altb\u00e4ume bieten vielen Tierarten eine Ansitzwarte oder einen Nistplatz, aber bereichern auch entscheidend des Landschaftsbild. Um diese B\u00e4ume zu erhalten, und vor einer weiteren Sch\u00e4digung durch Weidetiere und Wild zu sch\u00fctzen, wurden sie von den Teilnehmern eingekoppelt.<\/p>\n<p>Am Rande einzelner Ortschaften wurde versucht, traditionelle Obstkulturen zu pflanzen und zu pflegen, aber auch andere landschaftstypische Geh\u00f6lze. Neben den Ma\u00dfnahmen zum Baumschutz, die eine Grundlage zum Artenschutzprogramm \u201cSteinkauz\u201d bilden, wurden f\u00fcr diese Art mardersichere Nisth\u00f6hlen konstruiert und angebracht. Durch die stark angestiegenen Rotfuchsbest\u00e4nde haben die F\u00fcchse einen bisher nicht gekannten Einfluss auf Bodenbr\u00fcter und auf das Niederwild. Im Rahmen des Projektes wurden Ma\u00dfnahmen zur Bestands\u00fcberwachung und -regulierung umgesetzt. So wurden im 4.000 ha gro\u00dfen Schutzgebiet Kunstbaue und Lebendfanganlagen installiert. Die Kontrolle dieser Anlagen wurde in enger Abstimmung mit den ortsans\u00e4ssigen J\u00e4gern durchgef\u00fchrt. Desweiteren fand bei allen Aktivit\u00e4ten eine enge Abstimmung mit der Naturschutzstation Baitz statt.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Geologischer Lehrpfad Treuenbrietzen und der Wanderweg nach L\u00fcdendorf<\/span><\/h3>\n<p>Das Anlegen und Gestalten des Naturareals in Treuenbrietzen findet seinen geschichtlichen Ursprung bereits vor mehr als 100 Jahren. Karl Reichhelm, seines Zeichens Natur- und Heimatforscher legte hier den Grundstein.<\/p>\n<p>Seltene und gesch\u00fctzte Pflanzen wurden in einem Naturpark angelegt, zum Beispiel Adonisr\u00f6schen, Buschwindr\u00f6schen, Rittersporn, Kuhschellen und das Scharbockskraut. Ahorn, Eichen, Erlen, Fichten, auch der Weisdorn, sind ebenfalls hier zu finden. Aber auch Gesteine &#8211; unweit der Nieplitzquelle haben wandernde Gletscher riesige Findlinge hinterlassen und auch Rummeln, bis zu 20 Meter hohe Trockent\u00e4ler. Schon zu damaliger Zeit nutzten Ausfl\u00fcgler und interessierte B\u00fcrger das Nieplitz-Quellgebiet mit anschlie\u00dfendem Lehrpfad als Erholungs- und Erlebnisraum. Nur im Oberlauf der Quelle bei Treuenbrietzen hat die Nieplitz noch den Charakter eines Mittelgebirgsbaches, Laubmischw\u00e4lder und Feuchtwiesen s\u00e4umen den Lauf des kleinen Flusses.<\/p>\n<p>In den Zeiten danach wurden immer wieder Aufr\u00e4umungs- und Erhaltungsma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt, jedoch nie in umfangreichem Rahmen, wohl auch wegen fehlender finanzieller Mittel. In den Jahren von 1977 bis 1979 wurde das vernachl\u00e4ssigte Gebiet erstmals wieder hergerichtet, so dass neue Beschilderungen, Anpflanzungen und Wegef\u00fchrungen entstanden. Danach wurde \u00fcber den P\u00e4dagogen und langj\u00e4hrigen Begleiter des Lehrpfades, Helmut P\u00e4pke, die Erweiterung des geologischen Lehrpfads vorgenommen. Schulen der Region nutzten das Gebiet als beliebtes Ausflugsziel an Wandertagen bzw. Projekttagen und bei der Umsetzung von Lehrstoff.<\/p>\n<p>Da das Gebiet mit seinen Ausstattungen wertvoll und erhaltenswert ist, jedoch nicht mehr den heutigen Bedingungen entspricht, erfolgte mit Hilfe von 9 Teilnehmern einer ABM eine Aufwertung und Aktualisierung. Sie begann im Juli und wurde f\u00fcr ein Jahr bewilligt. Es handelte sich einerseits um die Analysierung des Gebietes, verbunden mit dem Erfassen des Gesteines (Steine, Findlinge), und andererseits um das Aufnehmen von Besonderheiten bei Gesteinen, Pflanzen- und Tierwelt. Aber auch praktische Arbeiten geh\u00f6rten zum Aufgabengebiet. So das Herrichten eines Lehr- und Wanderpfades von Treuenbrietzen in Richtung L\u00fcdendorf.<\/p>\n<p>Es wurden Aufr\u00e4umungsarbeiten am Lehrpfad und dessen Umfeld ausgef\u00fchrt. Dazu geh\u00f6rten das Entfernen von veralterten Beschilderungen, anschlie\u00dfend erfolgte der Ausbau des Weges durch Begradigen und Begrenzen des Weges und das Freischneiden zur sicheren Begehbarkeit. Notwendige Befestigungsarbeiten und das Aufstellen von Sitzgelegenheiten folgten, ebenso von. Infotafeln, Wegweisern und Hinweisschildern. Diese wurden in der Werkstatt in Kuhlowitz angefertigt und beschriftet. Der alte Brunnen in der Gemeinde L\u00fcdendorf wurde mit Feldsteinen wieder ansehnlich gestaltet. Die fachliche Begleitung der Arbeiten erfolgte durch Herrn P\u00e4pke und Herrn Prinke vom Naturschutzbund.<br \/>\nDie durchgef\u00fchrten Arbeiten verbesserten die Freizeitm\u00f6glichkeiten der Erholungssuchenden. Der geologische Lehrpfad mit dem Wanderweg werten das Gebiet als touristische Attraktion weiter auf.\u00a0 Als Informationsquelle gibt er Auskunft \u00fcber die Entstehung dieser vielf\u00e4ltigen Naturlandschaft.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Eine Kost\u00fcm- und Trachtenn\u00e4herei im Hohen Fl\u00e4ming<\/span><\/h3>\n<p>Die Kost\u00fcm- und Trachtenn\u00e4herei diente der Darstellung einzelner Lebensweisen der verschiedenen Epochen in der Fl\u00e4mingregion. Besucher lernen bei ihren Besuchen, bei Festveranstaltungen und in Heimatstuben, fl\u00e4mingtypische Bekleidung und Trachten kennen. Sie repr\u00e4sentieren das l\u00e4ndliche Leben.<br \/>\nDer Aufbau der Kost\u00fcm- und Trachtenn\u00e4herei begann im Rahmen einer ersten ABM, sie startete im September. F\u00fcr ein Jahr recherchierten erstmalig 3 Teilnehmerinnen, Ute Franz, Hannelore B\u00fcricke und Christine Finkelmann, zu historischen Hintergr\u00fcnden der Trachtenn\u00e4herei und besonders der Trachten aus der Fl\u00e4mingregion. Aber auch zu Formen, Farben und Stoffen.<br \/>\nDanach erfolgte eine Auswahl der Trachten nach bestimmten Kriterien &#8211; Gr\u00f6\u00dfen, Damen und Herren &#8211; und das Entwerfen sowie die Materialwahl, wie Stoffe, Bord\u00fcren, Spitzen und Garne. Und abschlie\u00dfend dann die Fertigung. Dazu geh\u00f6rte der Zuschnitt, die Vorfertigung, die Anprobe und das N\u00e4hen. Es entstand ein erster Fundus.<br \/>\nErstmalig wurden die Trachten aus Brokat, Samt und Seide, aber auch Leinen, beim Festumzug zum 1000j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Stadt Belzig im Jahre 1997 getragen, darunter das Gewand Kaiser Ottos III. Seitdem kamen Gemeinden, Vereine aber auch B\u00fcrger, um hier schneidern zu lassen oder sich ein Kost\u00fcm auszuleihen. F\u00fcr ein aufwendiges Kleid brauchten die Frauen rund 100 Stunden. Auch mit Heraldik befasste man sich. Wer wollte, konnte sich hier ein Wappen auf Fahne oder Tuch sticken lassen. Nach jedem Tragen der Trachten zu bestimmten Anl\u00e4ssen wurden sie gereinigt bzw. wenn notwendig, Reparaturen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDie Kost\u00fcm-\u00a0 und Trachtenn\u00e4herei zeigte einen Teil des l\u00e4ndlichen Lebens mit dem Ziel, das kulturhistorische Interesse zu wecken. Bei Festveranstaltungen im Territorium werden diese historischen Trachten in Verbindung mit traditionellem Handwerk, Handel und Landwirtschaft gezeigt und dargestellt.<br \/>\nMa\u00dfnahmen in der Kost\u00fcm- und Trachtenn\u00e4herei wurden, unter Leitung von Ute Franz, die sp\u00e4ter den vom AAfV betriebenen Waschsalon im Belziger Klinkengrund leitete, bis zum Jahr 2007 durchgef\u00fchrt, zuletzt als Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentsch\u00e4digung.<br \/>\nDie Trachten sind jetzt auf der Burg Rabenstein untergebracht und wurden bereits bei Hochzeiten im Mittelalterstil genutzt. Anl\u00e4sslich des Deutschen Wandertages 2012 k\u00f6nnten Sie einer breiten\u00a0 \u00d6ffentlichkeit vorgestellt werden.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">5 Jahre AAfV &#8211; Eine nachdenkliche Geburtstagsfeier zum Ende des Jahres \/\u00a0Fritz Grunicke und Helmut Kr\u00fcger wurden verabschiedet<\/span><\/h3>\n<p>Als der AAfV vor f\u00fcnf Jahren ins Leben gerufen wurde, sahen sich seine Gr\u00fcnder noch optimistisch. Der Verein ist eine zeitweilige \u00dcbergangsl\u00f6sung, bis dereinst die versprochenen \u201cbl\u00fchenden Landschaften\u201d seine Daseinsberechtigung aufheben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend eines Geburtstagsempfangs in Wiesenburg sch\u00e4tzte Vereinsvorsitzender G\u00fcnther Baaske ein, dass der Verein noch l\u00e4nger seine Funktion als Hoffnungstr\u00e4ger behalten wird. W\u00f6rtlich sagte er: \u201dEs besteht aus heutiger Sicht, auf l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume betrachtet, die Notwendigkeit, einen Sozialbetrieb wie den AAfV zu unterhalten und zu qualifizieren. Monat f\u00fcr Monat sind in unserer Region nach wie vor \u00fcber 2000 Menschen ohne Erwerbseinkommen. Insbesondere den auf dem Arbeitsmarkt schwerer vermittelbaren Personen, \u00c4lteren, Frauen und Jugendlichen, gelte es, eine &#8211; wenn auch zeitweilige &#8211; Besch\u00e4ftigung\u00a0 und damit einen Sinn ihres Daseins zu geben. Dieser Verpflichtung wird sich der Verein auch in den folgenden Jahren stellen, so gut es die Rahmenbedingungen zulassen.\u201c<br \/>\nUnterst\u00fctzung gab es von der Wiesenburger Amtsdirektorin Barbara Klembt, sie ist auch Vorstandsmitglied im Verein: \u201eEs ist allemal besser, die Arbeitsf\u00f6rderung zu finanzieren. Sie bringt den Gemeinden Nutzen und erh\u00e4lt ihnen die Kaufkraft.\u201c<\/p>\n<p>Seit dem Bestehen des AAfV haben 2200 Menschen in \u00fcber 100 Projekten zumindest eine befristete Besch\u00e4ftigung gefunden und wurden durch regelm\u00e4\u00dfige Arbeit\u00a0 f\u00fcr den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet. Obendrein ist der Nutzen der T\u00e4tigkeiten unstrittig. Wanderwegenetz, Gr\u00fcng\u00fcrtel Belzig, Naturpark Fl\u00e4ming und die zahlreichen Ortsbildverbesserungen waren wohl die auff\u00e4lligsten.<br \/>\nUnd als j\u00fcngstes Beispiel dient die Gastst\u00e4tte \u201eZur Remise\u201c in Wiesenburg, die im Februar 1997 offiziell er\u00f6ffnet wird. Deren k\u00fcnftige Mitarbeiter hatten zum Jubil\u00e4um zu einem vielfach gelobten Buffet eingeladen.<\/p>\n<p>F\u00fcr zwei der vielen Personen, die in den f\u00fcnf Jahren im AAfV t\u00e4tig waren, war der Vereinsgeburtstag zugleich ein Abschied. Die beiden Neu-Rentner Helmut Kr\u00fcger und Fritz Grunicke geh\u00f6rten zu den allerersten, die gemeinsam mit Bernd Schl\u00e4gel dem Verein die ersten Schritte beibrachten.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1996 Aufr\u00e4umungsarbeiten an T\u00fcmpeln, Teichen und Feuchtbiotopen in den \u00c4mtern In den Gemeinden der Amtsbereiche Belzig, Br\u00fcck, Wiesenburg, Treuenbrietzen, Niemegk und Ziesar gibt es eine Vielzahl von T\u00fcmpeln (S\u00f6lle), Teichen sowie Wasserl\u00e4ufen und Feuchtbiotopen, die in den letzten Jahren stark vernachl\u00e4ssigt wurden. Demzufolge bestand hier ein sehr gro\u00dfer Handlungsbedarf. 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