{"id":151,"date":"1997-10-09T07:59:29","date_gmt":"1997-10-09T05:59:29","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.aafv.de\/2011\/10\/09\/1997\/"},"modified":"1997-10-09T07:59:29","modified_gmt":"1997-10-09T05:59:29","slug":"1997","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/soziale-arbeit-mittelmark.de\/archiv\/1997\/10\/09\/1997\/","title":{"rendered":"Jahres-Chronik"},"content":{"rendered":"<h2>1997<\/h2>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Ein Recycling- und Werkstoffhof entsteht in Kuhlowitz<\/span><\/h3>\n<p>Die Erhaltung und die Wiederherstellung der Funktionsf\u00e4higkeit von alten Maschinen und Ger\u00e4tschaften aus der Landwirtschaft, aus dem Handwerk und aus dem Haushaltsbereich sowie die Aufbereitung historischer Baumaterialien war das Ziel dieses Projektes. Zum Zwecke einer Dokumentation und Pr\u00e4sentation wurden die Maschinen und Ger\u00e4te saniert. Die Arbeitsmittel aus fr\u00fcheren Zeiten sollen als Anschauungsmaterial f\u00fcr die technische Ausbildung von Sch\u00fclern und Berufssch\u00fclern dienen.<br \/>\nUnter Zuhilfenahme der \u00f6rtlichen und regionalen Presse, der Pr\u00e4sentation bei Veranstaltungen und \u00f6ffentlichen Festen sowie pers\u00f6nlicher Kontaktaufnahmen wurden die alten Maschinen und Ger\u00e4tschaften erworben. Sie wurden entrostet und gereinigt. Anschlie\u00dfend wurde der Zustand festgestellt und dokumentiert.<br \/>\nMit diesen Aufgaben wurden 10 Teilnehmer einer ABM betraut, durchgef\u00fchrt ab Februar und f\u00fcr ein Jahr bewilligt. Es erfolgten das Auffangen und Entsorgen von Betriebsfl\u00fcssigkeit, die Ermittlung und Beschaffung von fehlenden Bauteilen sowie die Reparatur der Technik und schlie\u00dflich, soweit wie m\u00f6glich, die Herstellung der Betriebsbereitschaft. Falls notwendig, wurde dabei auch die Sicherheit der beweglichen Teile und die Dichtheit von Beh\u00e4ltnissen gepr\u00fcft, ebenso wie die Farbgebung. Schlie\u00dflich wurde eine Ausstellungsfl\u00e4che f\u00fcr die Landmaschinen hergestellt und aufgebaut.<br \/>\nUnter bestimmten Ordnungsprinzipien und Lagerung erfolgte die Katalogisierung des Sammelgutes. Auf diese Weise entstand ein historischer Fundus, welcher heute noch in Kuhlowitz besichtigt werden kann. Ein alter Kastenwagen sowie eine Pferdekutsche wurden anl\u00e4sslich der Er\u00f6ffnung der Schlosssch\u00e4nke in Wiesenburg pr\u00e4sentiert.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Schlosssch\u00e4nke \u201cZur Remise\u201d in Wiesenburg er\u00f6ffnet<\/span><\/h3>\n<p>Nach fast zweij\u00e4hriger Bauzeit wurde im Februar die Schlosssch\u00e4nke durch Ministerin Regine Hildebrandt feierlich er\u00f6ffnet. Besonders lag ihr am Herzen, dass damit eine Idee umgesetzt wurde, mit Unterst\u00fctzung der Arbeitsf\u00f6rderung richtige Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen. Dabei unterstrich sie auch die Bedeutung des Projektes, angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in der Region.<br \/>\nDie Gastst\u00e4tte entstand in einem bisher einmaligen Projekt, wie auch G\u00fcnter Baaske bei der Er\u00f6ffnung hervorhob. Der Vorsitzende des AAfV lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten, dem\u00a0 Arbeitsministerium und dem regionalen Arbeitsamt, der LASA und der Gemeinde &#8211; mit dem AAfV. Acht Frauen, im Alter von 22 bis 54 Jahren, die \u00fcber ein Jahr arbeitslos waren, erhielten eine Chance f\u00fcr eine neue berufliche Existenz. Damit sie in der Einrichtung k\u00fcnftig t\u00e4tig sein k\u00f6nnen, nahmen sie im Vorfeld an einer einj\u00e4hrigen Fortbildung teil.<br \/>\nAmtsdirektorin Barbara Klembt sieht durch die Realisierung des Projektes ein Sanierungsziel in der Gemeinde erreicht, bei dem auch Handwerker der Region beteiligt wurden und auch Landrat Lothar Koch wertete das Projekt als Beitrag f\u00fcr den Tourismus, der k\u00fcnftig weiter ausgebaut werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Die Schlosssch\u00e4nke wurde im rustikalen Stil eingerichtet. Auch an alten Schaust\u00fccken aus der Landwirtschaft fehlt es nicht. Sie wurden bei ehemaligen Bauern in der Region gesammelt.<br \/>\n90 G\u00e4ste finden in der Einrichtung Platz und verweilen kann man auch auf der Terrasse mit Blick in den sch\u00f6nen Landschaftspark. Als Leiter der Einrichtung wurde Uwe Zimmermann eingestellt. Der gelernte Koch und Kellner kann auf viele Jahre Erfahrung im gastronomischen Gewerbe zur\u00fcckblicken. Und \u201eeine tierische Karre Futter\u201c mit Fleischspie\u00dfen, deftigen Bratkartoffeln, Spiegelei und Rahmchampignons wird vom Chefkoch Norbert Karmainski empfohlen. Wer dieses Gericht verzehrt, erh\u00e4lt eine Erinnerungsurkunde.<br \/>\nDie Ministerin: \u201cSch\u00e4nke schreibt man mit \u201ce\u201d wollt ick blo\u00df mal sagen. Kieken Se mal im Duden nach. Det is det Einzige, was ich kritisch anzumerken habe.\u201d Die Recherche ergab aber, dass\u00a0 beide Schreibweisen m\u00f6glich sind.<br \/>\nDie Gemeinde Wiesenburg kann seinen Einwohnern und G\u00e4sten eine niveauvolle Erlebnisgastronomie anbieten.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Unterst\u00fctzung denkmalpflegerischer Arbeiten auf der Burg Rabenstein und der Burg Eisenhardt<\/span><\/h3>\n<p>Unter Anleitung der Unteren Denkmalschutzbeh\u00f6rde und der fachlichen Kompetenz einer Restauratorin war mit einem Projekt vorgesehen, weitere vorbereitende denkmalpflegerische Arbeiten an verschiedenen Bauwerksteilen und Au\u00dfenanlagen auf der Burg Rabenstein durchzuf\u00fchren und auch um Baufreiheit f\u00fcr nachfolgende Restaurations- und Sanierungsarbeiten zu gew\u00e4hrleisten.<br \/>\nDazu geh\u00f6rte auch die Ber\u00e4umung der Verbindungswege zwischen dem Ort und der Burg, Aufr\u00e4umungs- S\u00e4uberungs- und Versch\u00f6nerungsarbeiten an den Au\u00dfenanlagen, im Park und Burgumfeld einschlie\u00dflich der Beseitigung von Bruchholz.<br \/>\nDie Ma\u00dfnahme begann im Oktober mit 5 Teilnehmern, die f\u00fcr ein Jahr zugewiesen wurden.<br \/>\nIn der Ruine der Scheune im Burgvorhof wurden M\u00fcll und eingest\u00fcrzte Mauerteile beseitigt und Feldsteine f\u00fcr Ausbesserungsarbeiten gesammelt. Die Teilnehmer f\u00fchrten Aufr\u00e4umungsarbeiten am Steilhang zum Buchengrund und Wegebefestigungen zum dortigen Brunnen aus. Der Innenbereich des Hofes wurde entr\u00fcmpelt und Ausbesserungsarbeiten am Pflaster vorgenommen. Dabei wurden auch kleinere Pflastersch\u00e4den in der N\u00e4he des ehemaligen Dungplatzes beseitigt.<br \/>\nFerner wurden touristische Erl\u00e4uterungstafeln f\u00fcr die Burganlage angefertigt und aufgestellt.<br \/>\nDie Burg ist sehr eng mit der Entwicklung des Territoriums um Raben verflochten. Die Erhaltung und Pflege dieser denkmalgesch\u00fctzen, traditionsreichen St\u00e4tte liegt in unmittelbaren \u00f6ffentlichen Interesse und ist zugleich Erfordernis der Wahrung des architektonischen Gesamtbildes im Rahmen der\u00a0Ortsentwicklungskonzeption.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Arbeiten wurden auch auf der Burg Eisenhardt durchgef\u00fchrt. Hier wurde seitens des Arbeitsamtes eine Ma\u00dfnahme zur Vorbereitung denkmalpflegerischer Arbeiten an der historischen Bausubstanz bewilligt. Vier Teilnehmer waren t\u00e4tig, ebenfalls f\u00fcr ein Jahr. Damit wurden unterst\u00fctzende Arbeiten, die bereits im Vorjahr bewilligt und begonnen wurden &#8211; beispielsweise begleitende Hilfsarbeiten f\u00fcr arch\u00e4ologische Vorhaben, die Unterst\u00fctzung bei der Gestaltung des Burghofgel\u00e4ndes, das Freilegen und der R\u00fcckbau der Brunneneinfassung einschlie\u00dflich gesonderter Ablagerung der Gesteinsmassen und das Freilegen von Bauwerksbesonderheiten an der romanischen Burgkapelle &#8211; fortgesetzt.<br \/>\nInhalt in diesem Jahr waren Vorbereitungsarbeiten notwendiger Reparaturen an der S\u00fcd-Westmauer und die Sicherung und der Transport von wertvollen Baustoffen. Auch die Vorbereitung von arch\u00e4ologischen Grabungsarbeiten an der Westmauer und einem Bereich der romanischen Burganlage wurde von den Teilnehmern gew\u00e4hrleistet. Und es erfolgte die Sicherung und Erhaltung von Biotopen auf und um das Burggel\u00e4nde sowie Hilfsarbeiten bei der Gestaltung des Burghofes.<br \/>\nDie Arbeiten wurden unterst\u00fctzt und angeleitet durch die untere Denkmalschutzbeh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Die vielseitigen Aufgaben dieser Ma\u00dfnahmen waren Ausdruck daf\u00fcr, dass Facharbeiten von Firmen und zus\u00e4tzliche Arbeiten in der Arbeitsf\u00f6rderung durchaus miteinander kombinierbar sein k\u00f6nnen.\u00a0 Allen Interessierten, Einheimischen sowie Besuchern, wurde so ein Eindruck \u00fcber die Entstehung und sp\u00e4tere Entwicklung der Burganlage erm\u00f6glicht. Wichtige historische Anlagen und touristische Anziehungspunkte wurden nachhaltig f\u00fcr die Region bewahrt und weiter entwickelt.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Vorbereitende Arbeiten zum Aufbau eines Feuerwehrmuseums in Treuenbrietzen<\/span><\/h3>\n<p>Die Erhaltung und Wiederherstellung der Funktionsf\u00e4higkeit alter Feuerwehrger\u00e4te sowie die Erarbeitung und Gestaltung einer Feuerwehrchronik f\u00fcr den Amtsbereich Treuenbrietzen \u2013 zur sp\u00e4teren Pr\u00e4sentation in einem Museum &#8211; waren Ziele dieses Projektes, durchgef\u00fchrt mit 3 Teilnehmern einer einj\u00e4hrigen ABM. Sie begann im Dezember.<br \/>\nAus allen D\u00f6rfern des Amtes wurde Technik sowie Bild- und Textmaterial zusammengetragen. Anschlie\u00dfend erfolgte das Reinigen, Entrosten und Konservieren der Feuerwehrtechnik. Fehlende Bauteile wurden ebenfalls beschafft sowie entsprechende Originalunterlagen \u00fcber die Farbgebung der jeweiligen Technik. Abschlie\u00dfend wurden die Ger\u00e4te bis zur Funktionst\u00fcchtigkeit repariert und Schautafeln erstellt f\u00fcr jedes einzelne zuk\u00fcnftige Museumsst\u00fcck.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Feuerwehrchronik wurde Bild- und Textmaterial gesammelt und zusammengestellt. Zeitzeugen wurden aufgesucht und befragt. Das Material wurde katalogisiert und beschriftet. Die Teilnehmer arbeiteten aktiv mit Archiven, Beh\u00f6rden und \u00c4mtern zusammen. Auch in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit konnten sie Erfolge verzeichnen. Die fachliche Begleitung erfolgte \u00fcber das Amt Treuenbrietzen.<br \/>\nDie Aufarbeitung alter Feuerwehrtechnik und Feuerwehrdokumente aktiviert die \u00fcber 80 Jahre alte Feuerwehrtraditionen im Amtsbereich Treuenbrietzen. Das Kulturgut wird erhalten und f\u00fcr weitere Generationen gesichert. Mit der Pr\u00e4sentation und Dokumentation wird im zuk\u00fcnftigen Feuerwehrmuseum einer breiten Allgemeinheit Historisches zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Nutzungskonzept f\u00fcr die Burg Rabenstein erarbeitet und vorgestellt<\/span><\/h3>\n<p>F\u00fcr die Burg hat der AAfV Ende 1997 ein Nutzungskonzept erarbeitet und der Gemeindevertretung von Raben vorgestellt. Das Konzept, vorgestellt von Monika Stoltmann, Leiterin der Projektentwicklung, sieht vor, die Burg von der Gemeinde l\u00e4ngerfristig zu pachten und hier unter anderem eine attraktive Gastronomie zu entwickeln. Ein Erlebnismuseum der besonderen Art soll entstehen, in der Kunst und Kultur sowie Handwerk und Landwirtschaft Einfluss finden. Die Herberge soll nicht nur erhalten bleiben, auch ein Ausbau ist vorgesehen.<br \/>\nDie ehemalige Fachwerkscheune im Burgvorhofbereich k\u00f6nnte hierzu wieder aufgebaut werden, um eine \u201eStrohsack- und Heuherberge\u201c zu etablieren. Hier k\u00f6nnte auch ein Bauerntheater etabliert werden, mit Tanzdiele und Schankwirtschaft. Davor, um die gro\u00dfe Kastanie, k\u00f6nnen regelm\u00e4\u00dfig Bauern- und Handwerkerm\u00e4rkte stattfinden.<br \/>\nIn dem jetzigen Geb\u00e4ude der Herberge soll die Gastronomie niveauvoller gestaltet werden incl. Hotelbetrieb. Der Rittersaal soll f\u00fcr Feierlichkeiten, Feste und Ausstellungen nutzbar gemacht werden und ein Verkaufsladen, unter anderem f\u00fcr die Vermarktung einheimischer Produkte, ist geplant. Bei der Umsetzung der Vorhaben werden die kommenden Aktivit\u00e4ten mit der Gemeinde abgestimmt.\u00a0 Gro\u00dfe Pl\u00e4ne, f\u00fcr die ein Zeitraum von 10 Jahren veranschlagt wurde. Alle geplanten Investitionen sind allerdings von F\u00f6rdermitteln abh\u00e4ngig, ohne die eine Umsetzung nicht m\u00f6glich ist.<br \/>\nViele von den damaligen Ideen konnten inzwischen verwirklicht werden.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1997 Ein Recycling- und Werkstoffhof entsteht in Kuhlowitz Die Erhaltung und die Wiederherstellung der Funktionsf\u00e4higkeit von alten Maschinen und Ger\u00e4tschaften aus der Landwirtschaft, aus dem Handwerk und aus dem Haushaltsbereich sowie die Aufbereitung historischer Baumaterialien war das Ziel dieses Projektes. Zum Zwecke einer Dokumentation und Pr\u00e4sentation wurden die Maschinen und Ger\u00e4te saniert. 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