{"id":152,"date":"1999-10-09T16:57:30","date_gmt":"1999-10-09T14:57:30","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.aafv.de\/2011\/10\/09\/1999\/"},"modified":"1999-10-09T16:57:30","modified_gmt":"1999-10-09T14:57:30","slug":"1999","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/soziale-arbeit-mittelmark.de\/archiv\/1999\/10\/09\/1999\/","title":{"rendered":"Jahres-Chronik"},"content":{"rendered":"<h2>1999<\/h2>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Qualifizierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr jugendliche Teilnehmer<\/span><\/h3>\n<p>Es war eine neue Variante einer ABM unter dem Titel JUSOPRO (Jugendsofortprogramm), ausschlie\u00dflich f\u00fcr jugendliche Teilnehmer. Ziel war es, parallel zu den theoretischen und fachtechnischen Ausbildungsinhalten, die erlernten F\u00e4higkeiten auch im Praxiseinsatz zu festigen.<br \/>\nDie Ma\u00dfnahme begann im April, befristet bis zum 31.12.2000.<br \/>\nIn zwei Gruppen (Metall\/Sanit\u00e4r\/Heizung und Bau\/Trockenbau\/Holz) nahmen jeweils 15 jugendliche Teilnehmer die Qualifizierung auf. \u00dcberwiegend wurden sie dabei bei vorbereitenden denkmalpflegerischen und Rekonstruktionsarbeiten in den Objekten Burg Rabenstein und Gutshof Glien eingesetzt.<\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4t der Anleitung und Vermittlung von handwerklichen Fertigkeiten war f\u00fcr alle Gewerke gegeben und durch die F\u00fchrung der Fachkr\u00e4fte des Denkmalschutzes, erfahrener Architekten sowie unserer Anleiter bei den praktischen Arbeiten, konnte eine entsprechende Sensibilit\u00e4t im Umgang mit historischer Bausubstanz als Grundlage der praktischen T\u00e4tigkeit vermittelt werden.<br \/>\nIm Bau\/Holz-Bereich wurden mehrere Ausbildungsabschnitte absolviert:. Hierzu z\u00e4hlten R\u00fcckbauarbeiten an Decken, als Vorarbeit zur Schwammsanierung durch Fachfirmen, das Schlie\u00dfen der Decken durch Ausfachung, das Einbringen der W\u00e4rmed\u00e4mmung und Anbringen der Schalung (Deckenrekonstruktion). Auch Maurer-, Putz-, Sperrungs- und Spachtelarbeiten sowie Rekonstruktionsarbeiten von Holzfu\u00dfb\u00f6den (Ausbessern, Schleifen, Wachsen) wurden erlernt, ebenso wie Trockenbauarbeiten, vorwiegend\u00a0 im Dachausbau. Auch das Einsetzen von T\u00fcren und Fenstern, die im Ausbildungsabschnitt Qualifizierung ma\u00dfgerecht f\u00fcr den Kellerbereich im Gutshof Glien gefertigt wurden, geh\u00f6rten zu den Aufgaben.<br \/>\nIn der Gruppe legten 11 Teilnehmer den Maschinenlehrgang T-G 4 ab.<br \/>\nFolgende Ausbildungsabschnitte wurden im Metallbereich absolviert: Grundfertigkeiten der Metallverarbeitung, Demontage, Sicherung und Aufarbeitung von Heizungsanlagen und Wiederverwendung bei der Heizungsinstallation, R\u00fcckbau von Sanit\u00e4r-, Wasser- und Abwasseranlagen und Einpassen in die Installation von historischen Geb\u00e4uden sowie Metallarbeiten als Vorarbeiten f\u00fcr Trockenbauleistungen.<br \/>\nIn dieser Gruppe stellten sich 11 Teilnehmer einer Abschlusspr\u00fcfung, von denen 10 diese mit Erfolg bestanden. Nach erfolgreicher Absolvierung eines Brennschneide-Lehrganges\u00a0 konnte 8 Teilnehmern das Zertifikat \u201cAusbildungsstufe DVS-Brennschneiden\u201d \u00fcberreicht werden.<br \/>\nNach Beendigung der Ma\u00dfnahme konnte ein positives Fazit gezogen werden. Die Synthese aus Qualifizierung und Arbeit erm\u00f6glichte es den Teilnehmern, praktische Erfahrungen in spezifischen Bereichen der Bauhaupt- und Baunebengewerke zu sammeln und erh\u00f6hte ihre Chancen, eine Ausbildung oder Besch\u00e4ftigung in diesen Branchen zu finden. Bereits w\u00e4hrend der Ma\u00dfnahme sind im Bau\/Holz-Bereich\u00a0 5 Teilnehmer vorzeitig in Arbeit gekommen, im Metallbereich waren es 3 Teilnehmer.<br \/>\nIm Jahr 2000\u00a0 wurde auf die hohe Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen im Brandenburger Raum reagiert. Die Ma\u00dfnahme beantragte und begann die ehemalige GABS Brandenburg. Nach Einstellung ihrer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit \u00fcbernahm der AAfV die Ma\u00dfnahme mit 9 jugendlichen Teilnehmern. Auch das Ziel dieses Projektes bestand darin, den Jugendlichen neue Lebensziele aufzuzeigen und deren Selbstwertgef\u00fchl zu festigen. In Verbindung mit der Realisierung von zus\u00e4tzlichen Arbeiten auf Forstfl\u00e4chen im Domstiftsgut Seelensdorf wurden ihnen umfangreiche Kenntnisse \u00fcber die landeskulturelle Wirkung des Waldes hinsichtlich seiner \u00f6kologischen Bedeutung als Lebensraum und als Wirtschaftsfaktor vermittelt. Durch eine ma\u00dfnahmebegleitende Qualifizierung wurde angestrebt, die Jugendlichen zur Durchf\u00fchrung der vorgesehenen Arbeiten zu bef\u00e4higen und dar\u00fcber hinaus ihr Umweltbewusstsein zu f\u00f6rdern und zu st\u00e4rken.<br \/>\nDie Qualifizierung umfasste dabei die Vermittlung theoretischer Kenntnisse \u201erund um den Rohstoff Holz\u201c sowie die Bef\u00e4higung f\u00fcr Waldbauma\u00dfnahmen und der Umgang mit forstwirtschaftlichen Arbeitsger\u00e4ten.<br \/>\nDie praktischen Arbeiten innerhalb des Domstiftsforstes beinhalteten haupts\u00e4chlich Aufgabenbereiche, wie Astungsarbeiten in Kiefernbest\u00e4nden, Aufr\u00e4umungsarbeiten in Waldschutzstreifen und die R\u00e4umung von Naturverj\u00fcngungsfl\u00e4chen.<br \/>\nWeiterhin wurden behindernde Vegetation auf Neupflanzungsfl\u00e4chen und in Jungbest\u00e4nden beseitigt und zur Wiederherstellung von Biotopverbunden Erg\u00e4nzungspflanzungen von B\u00e4umen und Geh\u00f6lzen an Waldr\u00e4ndern durchgef\u00fchrt. Das Trocken- und Schwachholz wurde aufgesammelt und zusammengetragen.<br \/>\nDie Jugendlichen erhielten f\u00fcr ein Jahr eine sinnvolle T\u00e4tigkeit, die vielleicht dem einen oder anderen eine berufliche Perspektive aufzeigte. Der Waldbestand wurde qualitativ aufgewertet und sein Erholungswert erh\u00f6ht. Die Arbeiten trugen zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur bei.<\/p>\n<p>Weitere Ma\u00dfnahmen mit jugendlichen Teilnehmern begannen\u00a0 im Jahr 2001. Hier wurden 45 Teilnehmer f\u00fcr mehrere Monate gezielt darauf vorbereitet, alle anfallenden Arbeiten in den Bereichen (Bauhaupt- und technische Nebengewerke \/ Bauhelfer f\u00fcr die Verarbeitung von Naturbaustoffen und\u00a0 Garten- und Landschaftsbau) kennen zu lernen.<br \/>\nNach bodenuntersuchenden Vorarbeiten, der Bewertung historischer Befunde und Einbeziehung j\u00fcngerer Vegetation lernten die Jugendlichen im Bereich Garten- und Landschaftsbau in den praktischen Unterweisungen und am konkreten Gartendenkmal einzelne Arbeiten auszuf\u00fchren. Schwerpunkte bildeten dabei besonders die fachgerechte Einbeziehung von Kleingew\u00e4ssern in eine Gartenanlage, die Nutzung von Naturmaterialien und Naturstein f\u00fcr Einfassungen, Begrenzungen und Wegefl\u00e4chen und die Schaffung von Blickachsen und\u00a0\u00a0 Ruhepl\u00e4tzen sowie naturbelassenen Gr\u00fcnfl\u00e4chen. Mit diesem Projekt wurden besonders die Parkanlagen am Gutshof Golzow und der Gutspark in Glien erhalten und nach historischen Vorlagen erweitert bzw. nachgebildet. Die fachliche Begleitung erfolgte durch einen Garten- und Landschaftsarchitekten.<\/p>\n<p>Das Ausbildungsprojekt \u201cNaturbaustoffe\u201d war f\u00fcr interessierte Jugendliche vorgesehen, die sich \u00fcber Sanierung und Restaurierung neues Wissen aneignen wollten. Dabei lag der Schwerpunkt darauf, naturbelassene Baustoffe und deren Verarbeitung kennen zu lernen, sowie alte Handwerkstechniken im Zusammenspiel mit moderner Bauweise anzuwenden.<br \/>\nSchwerpunkt der Ausbildung in diesem Bereich war der praktische Umgang und die Verarbeitung von Pflastermaterialien. Kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen befassen sich zunehmend wieder mit alten Handwerkstechniken und Naturbaustoffen. Oftmals fehlt es aber diesen Unternehmen an entsprechenden Mitarbeitern. Mit der Ma\u00dfnahme wurde den Jugendlichen Theorie und Praxis vermittelt. Dadurch haben sie eine verbesserte Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten.<br \/>\nW\u00e4hrend der theoretischen Ausbildung stand die Vermittlung von Grundwissen \u00fcber Bautechnik, Tiefbau, Gr\u00fcndungen, Pflastern und Mauerwerksbau im Vordergrund, die praktische Ausbildung und die praktischen Arbeiten wurden im Burg- und Stadtgel\u00e4nde Ziesar und auf dem Gutshof Glien durchgef\u00fchrt. Berufspraktische Schwerpunkte f\u00fcr die Teilnehmer waren hier die Ausf\u00fchrung von Erdarbeiten per Hand und maschinell, das Herstellen von Leitungsgr\u00e4ben, Verlegen von Entw\u00e4sserungsleitungen sowie Angleichen von Sch\u00e4chten. Weiterhin besch\u00e4ftigten sie sich mit dem Herstellen von Unter- und Oberbau f\u00fcr Pflasterfl\u00e4chen und dem Setzen von Hoch- und Tiefborden. Es erfolgte die Verarbeitung unterschiedlicher Pflasterformate wie Mosaik-, Klein- und Gro\u00dfpflaster sowie die Kombination von Beton- und Natursteinpflaster.<\/p>\n<p>Die arbeitsmarktpolitische Zielstellung bestand in der Besch\u00e4ftigung arbeitsloser Jugendlicher sowie der Vermittlung von Kenntnissen im Tief-, Garten- und Landschaftsbau. Durch das Arbeiten an dazu notwendigen Maschinen und Ger\u00e4ten konnten die Jugendlichen ihre pers\u00f6nliche Eignung und F\u00e4higkeit pr\u00fcfen, ob dieses oder anverwandte Berufsbilder f\u00fcr eine Berufsperspektive geeignet sind.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Selbsthilfe- und Reparaturwerkstatt f\u00fcr technische Kleinger\u00e4te und Fahrzeuge<\/span><\/h3>\n<p>Das ABM-Projekt \u201eSelbsthilfe- und Reparaturwerkstatt\u201c wurde durch die Bev\u00f6lkerung sehr positiv\u00a0aufgenommen.<br \/>\nIn unserer stark von der Landwirtschaft gepr\u00e4gten Region des Fl\u00e4mings werden auch heute noch kleine landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4chen bewirtschaftet. Die daf\u00fcr eingesetzte Technik, Ger\u00e4te und Maschinen f\u00fcr Pferdebespannung und aus den Anf\u00e4ngen der Motorisierung der Landwirtschaft, stammt zum gro\u00dfen Teil noch aus der b\u00e4uerlichen Wirtschaft und wird von ihnen noch selbst repariert.<br \/>\nEs startete eine Halbjahresma\u00dfnahme, sie begann im August und drei Teilnehmer wurden besch\u00e4ftigt, die Vorkenntnisse im Bereich des Schlosserhandwerks aufweisen konnten. Sie gaben interessierten B\u00fcrgern, wie Rentnern, Kleing\u00e4rtnern und Nebenerwerbslandwirten aktive Unterst\u00fctzung, um sie durch \u201cHilfe zur Selbsthilfe\u201d zu Reparatur- und regelm\u00e4\u00dfigen Wartungsarbeiten und zur fachgerechten Bedienung von technischen Kleinger\u00e4ten und Fahrzeugen zu bef\u00e4higen. Ihnen wurden damit M\u00f6glichkeiten aufgezeigt, die Sicherheit an ihren technischen Ger\u00e4ten selbst zu \u00fcberwachen, herzustellen und so Gefahrenquellen zu vermeiden.<br \/>\nDie Ma\u00dfnahme endete nach 6 Monaten und war sehr erfolgreich. Von den unterst\u00fctzten B\u00fcrgern, darunter auch arbeitslose und sozial schwache Personen wurde es sehr begr\u00fc\u00dft, dass sie ab M\u00e4rz 2000 mit 6 Teilnehmern, und diesmal f\u00fcr 12 Monate, erneut bewilligt wurde.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Erste Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahmen in der Landeshauptstadt\u00a0 \/\u00a0 Eine historische Wegf\u00fchrung wurde wieder hergestellt<\/span><\/h3>\n<p>Das \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild von Potsdam-Mitte, Babelsberg\/Stern und Potsdam-Waldstadt, wurde was Sauberkeit und Hygiene ausgew\u00e4hlter \u00f6ffentlicher Bereiche betrifft, wesentlich verbessert.<br \/>\nErstmalig in der Stadt Potsdam, wurden dem AAfV-Tochterunternehmen, der Arbeit Fl\u00e4ming GmbH, vom Oktober bis Dezember drei Vergabema\u00dfnahmen mit insgesamt 46 Teilnehmern &#8211; jeweils f\u00fcr 12 Monate &#8211; bewilligt.<br \/>\nDie Gew\u00e4hrleistung von Ordnung und Sauberkeit durch zus\u00e4tzliche T\u00e4tigkeiten zu unterst\u00fctzen war Aufgabe dieser Ma\u00dfnahmen und das verbunden mit Versch\u00f6nerungsarbeiten an st\u00e4dtischen Geb\u00e4uden, Stra\u00dfen, Wegen, Pl\u00e4tzen und Anlagen.<br \/>\nWeiterhin erfolgten Vorbereitungen f\u00fcr die\u00a0 Entsorgung wilder M\u00fcll- und Unratablagerungen, das Entfernen von Graffitis und anderen\u00a0 Schmierereien und Plakatierungen an \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden, Einrichtungen und Liegenschaften sowie Aufr\u00e4umungsarbeiten im st\u00e4dtischen Umfeld, zum Teil verbunden mit vorbereitenden Arbeiten zur Verbesserung des st\u00e4dtischen Umwelt-, Natur- und Denkmalschutzes. Durch die T\u00e4tigkeiten wurden die Entsorgungs- und Verkehrssicherungspflichten von Anliegern und der Stadt nicht ber\u00fchrt. Die Anleitung der Teilnehmer erfolgte direkt vor Ort durch Mitarbeiter der GmbH.<br \/>\nInnerhalb der vielen Arbeiten in den ersten Monaten wurde unter anderem die historische Strecke, die am J\u00fcdischen Friedhof entlang zum Belvedere auf dem Pfingstberg f\u00fchrt, wieder hergestellt. Der holprige und ausgesp\u00fclte Weg musste verschwinden.<br \/>\nDie Teilnehmer haben Wildwuchs gerodet und in Abstimmung mit der Stadt, der Stiftung Preu\u00dfische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten und dem F\u00f6rderverein Pfingstberg e.V. Suchschachtungen durchgef\u00fchrt. Das Resultat &#8211; es wurde festgestellt, dass der Weg urspr\u00fcnglich 2,20 Meter breit war, nicht wie jetzt nur 1,88 Meter. In das Projekt einbezogen wurde auch das Tiefbau- und das Wirtschaftsf\u00f6rderungsamt der Stadt, die unter anderem das notwendige Material bereit stellten.<\/p>\n<p>Es waren die ersten Ma\u00dfnahmen in der Landeshauptstadt. Auch aktuell werden &#8211; bis heute \u2013 unterst\u00fctzende T\u00e4tigkeiten zur Verbesserung der \u00f6kologischen und touristischen Infrastruktur in der Stadt Potsdam durchgef\u00fchrt. Unser erster St\u00fctzpunktleiter war Siegfried Pflanze, seit 2005 leitet den Bereich\u00a0 Bernd Vierke.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">H\u00e4usliche Sozialhilfe im Bereich Treuenbrietzen<\/span><\/h3>\n<p>Immer mehr alte, kranke und bed\u00fcrftige Menschen geraten in unserer hektischen und schnelllebigen Zeit in Isolation, f\u00fchlen sich allein gelassen, wertlos und sehen oft keinen Sinn mehr am Leben.<br \/>\nZur Hilfe und Unterst\u00fctzung dieses Personenkreises wurde eine ABM ins Leben gerufen. Sie startete im November und 4 Teilnehmerinnen wurden f\u00fcr ein Jahr im Bereich Treuenbrietzen t\u00e4tig.<br \/>\nErste Erfahrungen gab es bereits in einem \u201ePilotprojekt\u201c aus dem Vorjahr.<br \/>\nDurch die Frauen wurden zus\u00e4tzlich zu den Leistungen der Pflegeversicherung und des Sozialamtes Menschen betreut, die sich \u00fcber diese Leistungen hinaus, aus materiellen Gr\u00fcnden, keine zus\u00e4tzliche Betreuung leisten konnten.<br \/>\nZiel des Projektes war es, die Situation von Kranken und Bed\u00fcrftigen und den Lebensabend von alten Menschen lebenswerter, hoffnungsvoller und angenehmer zu gestalten, um zu verhindern, dass diese in die Isolation geraten. Sie wurden praktisch und ideell unterst\u00fctzt, indem sie Hilfe bei der Pflege im Haushalt erhielten, zu angemessenen Aktivit\u00e4ten angeregt und zur Bew\u00e4ltigung ihrer Alltagsprobleme in zum Teil sehr schwierigen Lebenssituationen beraten wurden. Dazu geh\u00f6rten die Begleitung auf Wegen zum Arzt, Beh\u00f6rden- oder Spazierg\u00e4nge, die Erledigung von Eink\u00e4ufen, Hilfestellung und moralische Unterst\u00fctzung bei Antragstellungen und in rechtlichen Angelegenheiten.<br \/>\nWichtig war die Zusammenarbeit mit dem Sozialamt, den sozialen Betreuern und anderen karitativen Einrichtungen, die auch die Anleitung der Teilnehmerinnen gew\u00e4hrleisteten. Sie waren Ansprechpartner f\u00fcr gro\u00dfe und kleine Sorgen sowie auch bei Problemen in den Nachbarschaftsbeziehungen.<br \/>\nDas Projekt stellte unter Beweis, dass Arbeitsf\u00f6rderung auch im sozialen Bereich sinnvoll einen Beitrag leisten kann und trug dazu bei, das humanistische Anliegen, die W\u00fcrde des Menschen zu erhalten und umzusetzen. Gerade in Zeiten zunehmender Altersarmut und der immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich ist dieses Thema mehr denn je aktuell.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1999 Qualifizierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr jugendliche Teilnehmer Es war eine neue Variante einer ABM unter dem Titel JUSOPRO (Jugendsofortprogramm), ausschlie\u00dflich f\u00fcr jugendliche Teilnehmer. Ziel war es, parallel zu den theoretischen und fachtechnischen Ausbildungsinhalten, die erlernten F\u00e4higkeiten auch im Praxiseinsatz zu festigen. Die Ma\u00dfnahme begann im April, befristet bis zum 31.12.2000. 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