{"id":153,"date":"2000-10-09T17:07:12","date_gmt":"2000-10-09T15:07:12","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.aafv.de\/2011\/10\/09\/2000\/"},"modified":"2000-10-09T17:07:12","modified_gmt":"2000-10-09T15:07:12","slug":"2000","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/soziale-arbeit-mittelmark.de\/archiv\/2000\/10\/09\/2000\/","title":{"rendered":"Jahres-Chronik"},"content":{"rendered":"<h2>2000<\/h2>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Unterst\u00fctzung des Projektes \u201eHerpeteofauna 2000\u201c\u00a0 \/\u00a0 Kr\u00f6ten wurden auf ihrer Wanderschaft gerettet<\/span><\/h3>\n<p>Um Verbreitungskarten der Amphibien und Reptilien in Brandenburg zu aktualisieren und eine zentrale Datenbank f\u00fcr entsprechende Nachweise aufzubauen, wurde das Projekt ins Leben gerufen. Eine ABM startete im M\u00e4rz mit 8 Teilnehmern und beinhaltete die vom Aussterben bedrohten Kr\u00f6ten vor weiterer Dezimierung zu sch\u00fctzen und dar\u00fcber hinaus das Projekt Herpeteofauna 2000 des Landes Brandenburg zu unterst\u00fctzen, beides von einem hohen \u00f6ffentlichen Interesse.<strong>\u00a0<\/strong><br \/>\nVor Beginn der T\u00e4tigkeit wurden die Teilnehmer durch Mitarbeiter der Naturwacht in die Aufgabe fachspezifisch eingewiesen. Da die Amphibien mitunter kilometerlange Wanderungen zwischen ihren Lebensr\u00e4umen zur\u00fccklegen &#8211; im Fr\u00fchjahr suchen Sie Laichgew\u00e4sser, wie Teiche, Gr\u00e4ben und \u00fcberschwemmte Wiesen zur Fortpflanzung auf &#8211;\u00a0 m\u00fcssen sie zwangsl\u00e4ufig auch Verkehrswege \u00fcberqueren. Immer wieder werden die vom Aussterben bedrohten Tiere \u00fcberfahren. Und durch die Zunahme der Verkehrsdichte nimmt auch die Gef\u00e4hrdung weiter zu.<br \/>\nDie ersten Arbeiten beinhalteten das Freischneiden der Standorte f\u00fcr die Kr\u00f6tenschutzz\u00e4une, daran anschlie\u00dfend wurden die kleinmaschigen Z\u00e4une an den stark befahrenen und gef\u00e4hrlichsten Stellen errichtet. Schlie\u00dflich wurden an den Z\u00e4unen Eimer zum Auffangen der Tiere eingegraben. Kr\u00f6ten sind nachtaktiv und mit Einsetzen der D\u00e4mmerung beginnen sie ihre Wanderung. Somit war ihre Anzahl in den Morgenstunden gr\u00f6\u00dfer als am Nachmittag.<br \/>\nZweimal t\u00e4glich wurden die gef\u00fcllten Eimer mit den Kr\u00f6ten \u00fcber die Stra\u00dfen und Wege getragen und auf der anderen Seite wieder ausgesetzt. Es wurde sehr darauf geachtet, dass die Tiere nicht mit der blo\u00dfen Hand angefasst werden. Sie m\u00f6gen den Kontakt mit menschlicher\u00a0 Haut nicht gerne.<br \/>\nViele Erdkr\u00f6ten und gr\u00fcne Kr\u00f6ten konnten auf diese Weise gerettet werden.<br \/>\nIm Zusammenhang mit der T\u00e4tigkeit erfolgte die Z\u00e4hlung und Katalogisierung der Tiere. Voraussetzung hierf\u00fcr waren umfangreiche Artenkenntnisse. Auch hier erfolgte vorab bzw. direkt bei der Arbeit die Unterst\u00fctzung der Naturwacht, die diese Kenntnisse vermittelten. Die Arbeiten wurden sorgf\u00e4ltig ausgef\u00fchrt und die Erfassungsb\u00f6gen vollst\u00e4ndig \u00fcbergeben.<br \/>\nVor dem Ende der einj\u00e4hrigen Ma\u00dfnahme, im Februar 2001, wurde nochmals Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Vorbereitung der neuen Kr\u00f6tenwanderung gegeben, indem die Schutzz\u00e4une vorsorglich aufgestellt und, falls erforderlich, repariert wurden.<\/p>\n<p>Als zweite Teilleistung der Ma\u00dfnahme wurde der Abbau von Wildschutzz\u00e4unen an Hecken (Biotopverbundsystemen) ausgef\u00fchrt, die durch Teilnehmer eines AAfV-Pilotprojektes bereits in den Jahren 1994\/95 errichtet und durch die Z\u00e4une gesichert wurden. Biotopverbundsysteme sind wertvolle und sensible Bereiche, die dem Schutz seltener Tiere und Pflanzen dienen. Die Heckenpflanzen sind im Aufwuchs nach 5 Jahren Vegetationszeit ohne Zaun f\u00fcr das weitere Fortkommen gesichert. Die Arbeiten erfolgten im Biotopverbund Reppinichen.<br \/>\nDurch die Teilnehmer wurden, wie vorgesehen, 10.600 laufende Meter Zaun an Strauchhecken abgebaut und das R\u00fcckbaumaterial ordnungsgem\u00e4\u00df entsorgt. Die nicht mehr ben\u00f6tigten Zaunpf\u00e4hle wurden zu Brennholz verarbeitet. Nachdem die Zauntrassen frei geschnitten und die Hecken von Unrat befreit wurden, bleibt nun k\u00fcnftig der neugeschaffene Lebensraum f\u00fcr Pflanzen und Tiere naturbelassen und frei zug\u00e4nglich.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Aufbau einer Schaubrennerei in der \u201cAlten Brennerei\u201d des ehemaligen Gutshofes in Golzow\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Der italienische und franz\u00f6sische Branntwein konnte aus Deutschland erst verdr\u00e4ngt werden, nachdem es um die Mitte des 16. Jahrhunderts gelungen war, Branntwein in gr\u00f6\u00dferen Mengen aus Korn herzustellen. Die Kornbrennerei ist damit das \u00e4lteste deutsche Brennereigewerbe. Die Ahnen des Kornbrenners waren deutsche Bauern in den Getreidegegenden Deutschlands und die ersten Kornbrennereien landwirtschaftliche, mit dem Bauernhof eng verbundene Betriebe.<br \/>\nF\u00fcr die Bauern selbst war die Kornbrennerei eine notwendige Erg\u00e4nzung ihres landwirtschaftlichen Gewerbes, ein Mittel zur Verwertung des Ernte\u00fcberschusses und vor allem zur Erzeugung des Kraftfuttermittels \u201cSchlempe\u201d, ein Abfallprodukt in Brennereien.<\/p>\n<p>Durch den Aufbau einer Schaubrennerei erhielt Golzow einen viel versprechenden touristischen Anziehungspunkt, der sich als wichtiger Bestandteil im Verbund mit den Museen in Reckahn, Grebs, Cammer und Emstal einreiht.<br \/>\nZiel und Zweck einer ersten ABM, sie startete im M\u00e4rz f\u00fcr ein Jahr, war es, das Gewerbe des Alkoholbrennens f\u00fcr Einwohner und Touristen erlebbar zu machen. Dabei bestand der Schwerpunkt darin, die Geschichte der Brennerei bis zu ihren Anf\u00e4ngen zur\u00fcckzuverfolgen und zu dokumentieren. Ein Studium der vorhandenen Literatur, das Einholen von Informationen zum Aufbau einer Schaubrennerei, der Besuch anderer Museen, Archive und Bibliotheken sowie Befragungen von Zeitzeugen, das waren die ersten Arbeiten von zwei\u00a0 Teilnehmern. Ihnen folgte das Zusammenstellen von Textmaterial mit der entsprechenden Gestaltung. Diese waren auch Grundlage bei der Planung, Gestaltung und dem sp\u00e4teren Betreiben. Schlie\u00dflich erfolgten Vorbereitungen und Textentw\u00fcrfe f\u00fcr die Schautafeln, einer Power-Point-Pr\u00e4sentation und einer Bilddokumentation.<br \/>\nDa im vorgegebenen Zeitraum nicht alle erforderlichen Ma\u00dfnahmen erledigt werden konnten, und somit wesentliche Voraussetzungen zum Aufbau der Schaubrennerei fehlten, war es notwendig, die Ma\u00dfnahme erneut zu beantragen. Wiederauflagen erfolgten dann im M\u00e4rz 2001 und nochmals im September 2002, jeweils f\u00fcr ein Jahr, und mit einem Teilnehmer.<br \/>\nHier standen dann weitere Aufgaben im Mittelpunkt, so die Anschaffung und Aufarbeitung alter Ger\u00e4tschaften. Eine Brennblase, ein K\u00fchlwasserfass, Feindestille, Dampferzeuger wurden in Heilbronn ausfindig gemacht und erworben.<\/p>\n<p>Im September 2002 war es dann soweit. Das Brennereimuseum wurde er\u00f6ffnet. Ein Gang durch das neue Museum ist ein Erlebnis. Ein Raum wurde der alkoholischen G\u00e4rung gewidmet. Schautafeln und bildliche Darstellungen liefern eine F\u00fclle von Informationen. Besonders beeindruckend sind die Apparaturen, wenn sie mit sachkundigen Erkl\u00e4rungen begleitet werden.<br \/>\nEin Dankesch\u00f6n gilt vor allem Klauspeter Sachse, ein Teilnehmer, der am Aufbau besondere Verdienste hatte.<br \/>\nEin zweiter Raum wurde von Mitgliedern des Heimatvereins Golzow mit Exponaten gestaltet. Das Museum wird von Besuchern und auch Einheimischen stark frequentiert.<\/p>\n<p>Bis 2010 unterst\u00fctzten Teilnehmer im Rahmen der Arbeitsf\u00f6rderung das Museum, vor allem die Besucherbetreuung und Aufrechterhaltung der \u00d6ffnungszeiten. Durch die Reduzierung der \u00f6ffentlichen Mittel konnten diese nicht mehr gesichert werden. Zur Zeit ist das Museum geschlossen. Bleibt zu hoffen, dass der Heimatverein eine L\u00f6sung zur Weiterbereibung findet.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Vorbereitende Arbeiten f\u00fcr die Einrichtung eines Backofenmuseums in Emstal<\/span><\/h3>\n<p>Der Ort Emstal, 3 km entfernt von dem durch das Zisterzienserkloster bekannten Lehnin, liegt eingerahmt von Mischw\u00e4ldern, an einem kleinen See und in einer sehr reizvollen Landschaft.<br \/>\nEin Backofenfest zieht einmal im Jahr ca. 2.000 Besucher in diese Gegend.<br \/>\nDie Lehmback\u00f6fen auf dem Dorfplatz des kleinen Ortes wurden bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts regelm\u00e4\u00dfig von den Dorfbewohnern zum Backen ihres Brotes genutzt. Bereits 1983 restaurierte eine Interessengemeinschaft \u201cBackofen\u201d die zerfallenden Backst\u00e4tten und stellten einen Ofen wieder bis zur Funktionst\u00fcchtigkeit her.<br \/>\nSeit dieser Zeit wird das allj\u00e4hrliche\u00a0 Fest f\u00fcr Einheimische und G\u00e4ste veranstaltet. H\u00f6hepunkt\u00a0\u00a0 war und ist das Backen von \u201cKugelbroten\u201d. Aber auch das wachsende Interesse der Besucher, Informationen \u00fcber die Tradition des Backens und die Geschichte der Lehm\u00f6fen zu erhalten, war in den letzten Jahren sehr stark erkennbar.<br \/>\nMit der Einrichtung eines Backofenmuseums sollten ganzj\u00e4hrig Touristen und Interessenten die M\u00f6glichkeit haben, alte Handwerksger\u00e4te des Brotbackens zu besichtigen, sich \u00fcber Alter, Aufbau und Funktion der Lehmback\u00f6fen zu informieren und den Vorgang des Brotbackens mitzuerleben.<br \/>\nAufgabe eines ABM-Projektes ab Juni war es, Arbeiten zu \u00fcbernehmen, die in Vorbereitung des Umbaus des vorgesehenen Geb\u00e4udes und der Einrichtung des Museums entstehen. Drei Teilnehmer waren f\u00fcr sieben Monate t\u00e4tig.<br \/>\nEs wurden Informationen zusammengetragen \u00fcber die Geschichte des Brotbackens allgemein und in Emstal speziell. Vorhandene Utensilien und Leihgaben wurden zusammengestellt und kleine Reparaturen an altem Ger\u00e4t durchgef\u00fchrt.<br \/>\nEbenfalls wurde das k\u00fcnftige Museumsgeb\u00e4ude und das umliegende Gel\u00e4nde entr\u00fcmpelt. Vorbereitende T\u00e4tigkeiten f\u00fcr nachfolgende Gewerke, wie Tischler, Fu\u00dfbodenleger und Maler wurden durch die Demontage der Fenster und T\u00fcren und Aufnehmen des alten Fu\u00dfbodens erledigt. Pflasterarbeiten auf dem Festplatz wurden unterst\u00fctzt. Vor dem Museum und auf dem Dorfplatz wurden Sitzgruppen aufgestellt.<\/p>\n<p>Im Juni 2001 wurde das einzige Backofenmuseum in unserer Region schlie\u00dflich er\u00f6ffnet. B\u00e4ckereimaschinen, K\u00fcchenger\u00e4te und Utensilien des B\u00e4ckerhandwerks und der Hausb\u00e4ckerei k\u00f6nnen bewundert werden und man kann viel wissenswertes rund um das Backen erfahren.<br \/>\nAn traditionellen Feiertagen, Karfreitag, Himmelfahrt, Pfingsten sowie am 03.Oktober, findet in den 150 Jahre alten Lehmback\u00f6fen das traditionelle Schaubacken statt. Die G\u00e4ste k\u00f6nnen zusehen, wie einst zu Gro\u00dfmutters Zeiten der Teig zubereitet und Brot und Kuchen gebacken wurde.<br \/>\nDie Ma\u00dfnahme war wieder ein Beispiel daf\u00fcr, dass Arbeitsf\u00f6rderung und Facharbeiten, von Firmen ausgef\u00fchrt, durchaus kombinierbar sind.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Rohrweberei Pritzerbe &#8211; die ersten Ma\u00dfnahmen beginnen<\/span><\/h3>\n<p>Es geht um die Erhaltung eines alten Handwerks, des Rohrwebens, und die Schaffung eines touristischen Anziehungspunktes f\u00fcr die Region. Der Standort am Rande des Pritzerber See`s und des Naturschutzgebietes \u201cUntere Havel S\u00fcd\u201d ist hervorragend geeignet, um den sanften Tourismus zu f\u00f6rdern und Besuchern einen Einblick in das alte traditionelle Handwerk des Schilfrohrwebens zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Ein kommunales Grundst\u00fcck der Stadt Pritzerbe, das bis 1998 an einen der letzten Rohrweber in Brandenburg verpachtet war, stand zur Verf\u00fcgung. Ein Jahr danach hat dann das Lehniner Institut f\u00fcr Weiterbildung das v\u00f6llig marode Geb\u00e4ude mit F\u00f6rdermitteln um- und ausgebaut und ab August 2000 waren dann erstmalig sieben Teilnehmer in einem ABM-Projekt unter Federf\u00fchrung des AAfV t\u00e4tig, befristet f\u00fcr ein Jahr.<\/p>\n<p>Die ersten Arbeiten waren vorerst nur als vorbereitende Reparatur- und Sanierungsarbeiten im Au\u00dfenbereich zu verstehen. Von den Teilnehmern wurden T\u00e4tigkeiten durchgef\u00fchrt; wie die Gel\u00e4ndebearbeitung durch Begehbarmachung von weiteren Fl\u00e4chen, die Erweiterung des Zuganges zum gesamten Areal, die Ber\u00e4umung des Gel\u00e4ndes und die Beseitigung von Fremdwuchs.<br \/>\nWenn die Seen zentimeterdick zugefroren sind, ist Erntezeit im Westhavelland. Fast t\u00e4glich ging man in fr\u00fcheren Zeiten mit der Sense aufs Eis, vorausgesetzt es hielt.<br \/>\nAuch w\u00e4hrend der Ma\u00dfnahmedauer erfolgte das Schilfschneiden auf den genehmigten Flurst\u00fccken. Aber ohne Sense, sondern mit einem Schilfschneider &#8211; eine Eigenkonstruktion. Anschlie\u00dfend wurden\u00a0 Schilfrohrmieten, auch Hocken genannt,\u00a0 aufgestellt und schlie\u00dflich das Schilf fachgerecht zum Schutz vor Witterungseinfl\u00fcssen eingelagert. Es folgte das Sortieren, Sch\u00e4len und Vorbereiten des Schilfs als Rohstoff zur Weiterverarbeitung. Aktuell betr\u00e4gt die selbst angebaute Fl\u00e4che an asiatischen Schilf (Miskanthus) ca. 1.400 Quadratmeter.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer wurden in das Handwerk des Rohrwebens und -verarbeitens eingef\u00fchrt und angelernt. Auf den alten, aber noch funktionst\u00fcchtigen Webst\u00fchlen werden dann Schattendecken, Dekorationsgewebe und alles andere aus Schilf zu Gebrauchgut gewebt. Aber auch die Pflege und Wartung der Anlagen &#8211; Handwebst\u00fchle, mechanische Webst\u00fchle sowie Schilfschneideger\u00e4te und Rohrwebst\u00fchle &#8211; war erforderlich.<br \/>\nErste Vorbereitungsarbeiten f\u00fcr die Au\u00dfenanlagen wurden geplant, zum Beispiel f\u00fcr naturnahe Spiel- und Erlebnisr\u00e4ume, wie Spiellandschaften mit Weidenh\u00fctten, Spielh\u00fcgel und Spielgruben. Sie wurden in den Jahren danach realisiert, wie auch die Sammlung und Aufbereitung von Naturmaterialien und die Herstellung von Anschauungsmaterial. Viele Erlebnisse wurden auch durch die Natur selbst geschaffen, zum Beispiel ein kleiner Weidenpalast mit seinen Durchg\u00e4ngen und Labyrinthen.<br \/>\nIm Rahmen von Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahmen und Arbeitsgelegenheiten wurden auch in den Jahren danach Arbeiten in der Rohrweberei realisiert. Workshops und Projekttage mit Schulen werden organisiert und durchgef\u00fchrt. Besucher k\u00f6nnen sich selbst beim Weben, nat\u00fcrlich unter fachlicher Anleitung, ausprobieren. Auch Kurse in anderen Handwerkstechniken werden angeboten &#8211; Bogenbau, T\u00f6pfern, Leder punzieren und vieles mehr. Und ein Kr\u00e4utergarten bietet die M\u00f6glichkeit die eigenen Kenntnisse zu erweitern. Mit Kindern wird gebastelt, sie k\u00f6nnen sich aber auch auf dem naturnahen Kinderspielplatz austoben.<br \/>\nAber auch die Nichtaktiven k\u00f6nnen sich auf dem 1 ha gro\u00dfen Gel\u00e4nde der Rohrweberei gut entspannen und mit einem Blick auf den Pritzerber See einfach die Seele baumeln lassen.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Landschaftsgerechte Einpassung kommunaler Ablagerungen<\/span><\/h3>\n<p>Teilnehmer in der Arbeitsf\u00f6rderung unterst\u00fctzten in mehreren \u00c4mtern die Schlie\u00dfung von Deponien.<br \/>\nErstmals begannen im Oktober zwei ABM im Amtsbereich Belzig mit 20 und im Amtsbereich Br\u00fcck mit 12 Teilnehmern, jeweils f\u00fcr ein Jahr. Die Arbeiten wurden unter der fachtechnischen Anleitung eines Ingenieurb\u00fcros und in enger Zusammenarbeit mit den zust\u00e4ndigen Fachbeh\u00f6rden realisiert.<br \/>\nIn den unmittelbaren Standortumgebungen wurden festzustellende Abf\u00e4lle abgesammelt, sortiert und klassifiziert sowie gleichzeitig Vorbereitungen einer umweltgerechten Entsorgung getroffen. Das traf auch auf die Deponien selbst zu, wo Schrott, Plastik, Holz, Altreifen und Batterien abgesammelt und f\u00fcr die Entsorgung mittels Container vorbereitet wurden. B\u00fcsche und B\u00e4ume wurden aus den Restlochbereichen entfernt und Fl\u00e4chen freigeschnitten, um die notwendige Baufreiheit zu schaffen. Die Restl\u00f6cher wurden mit vor Ort lagernden mineralischen Materialien aufgef\u00fcllt. Die vollst\u00e4ndige Abdeckung der Standorte erfolgte mit einer ca. 0,30 m starken Bodenschicht. Umz\u00e4unungen wurden zur\u00fcckgebaut, notwendige Reparaturarbeiten entsprechend dem Konzept ausgef\u00fchrt und geeignete nat\u00fcrliche Abgrenzungen erstellt.<br \/>\nDie Ergebnisse wurden durch die untere Abfallbeh\u00f6rde des Landkreises Potsdam-Mittelmark, den \u00c4mtern Belzig und Br\u00fcck und dem Landesumweltamt ohne M\u00e4ngel abgenommen. Durch das positive Echo, das bereits w\u00e4hrend der Ma\u00dfnahmen zu verzeichnen war, wurden weitere Ma\u00dfnahmen beantragt.<\/p>\n<p>Im Juli 2001 begann eine ABM mit 8 Teilnehmern f\u00fcr 22 Monate auf Deponien im Amtsbereich Lehnin und 10 Teilnehmer waren vom August 2001 f\u00fcr 17 Monate im Amt Ziesar im Einsatz. Auch im Jahre 2003 wurde noch eine Ma\u00dfnahme bewilligt. Zwei 10-Mann-Teams waren f\u00fcr jeweils 6 Monate auf dem 1,7 ha gro\u00dfen Areal am Borner Weg in Wiesenburg t\u00e4tig. Die Ma\u00dfnahmen hatten eine positive Resonanz in der \u00d6ffentlichkeit, Gefahren f\u00fcr die Umwelt wurden minimiert und gleichzeitig ein Beitrag zur landschaftlichen Aufbesserung geschaffen. Sie dienten der Entwicklung neuer Biotope und schafften Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Pflanzen und Tiere.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2000 Unterst\u00fctzung des Projektes \u201eHerpeteofauna 2000\u201c\u00a0 \/\u00a0 Kr\u00f6ten wurden auf ihrer Wanderschaft gerettet Um Verbreitungskarten der Amphibien und Reptilien in Brandenburg zu aktualisieren und eine zentrale Datenbank f\u00fcr entsprechende Nachweise aufzubauen, wurde das Projekt ins Leben gerufen. 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