{"id":160,"date":"2007-01-13T09:39:22","date_gmt":"2007-01-13T08:39:22","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.aafv.de\/2011\/10\/13\/2007\/"},"modified":"2007-01-13T09:39:22","modified_gmt":"2007-01-13T08:39:22","slug":"2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/soziale-arbeit-mittelmark.de\/archiv\/2007\/01\/13\/2007\/","title":{"rendered":"Jahres-Chronik"},"content":{"rendered":"<h2>2007<\/h2>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Ein Wandgem\u00e4lde auf Burg Rabenstein<\/span><\/h3>\n<p>Bernd Schl\u00e4gel erl\u00e4uterte anwesenden Kunstinteressierten die Entstehung eines neuen Gem\u00e4ldes,\u00a0das den Gastraum auf der Burg Rabenstein freundlicher erscheinen l\u00e4sst. Das Werk, geschaffen von Erwin Penner, wurde am 12.01. enth\u00fcllt. Ihm ist auf mehr als 20 Quadratmetern und nach einem Monat Arbeit eine Darstellung gelungen, die perfekt zur Burg Rabenstein passt. Themen, wie die Rosmariensage, der Burgenbau und die Falkenjagd sind darin verewigt. Der Bau des Bergfrieds befindet sich scheinbar in der letzten Phase und l\u00e4sst auf das Jahr 1251 schlie\u00dfen, der ersten urkundlichen Erw\u00e4hnung der Burg. Und \u00fcber einem Baum, gleich neben dem Bergfried, kreist ein Rabe.<\/p>\n<p>Eine Freiz\u00fcgigkeit hat sich der K\u00fcnstler erlaubt, denn einige dargestellte Personen sehen heutigen sehr \u00e4hnlich. In den Gesichtern eines edlen Reiterpaares kann man die Vereinsvorsitzende Eveline Vogel und den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernd Schl\u00e4gel erkennen. Auch Fritz Lintow, der Leiter der Herberge, ist als Steinmetz dargestellt und Falkner Dirk Grabow hat ebenfalls Modell gestanden.<\/p>\n<p>Das Werk geh\u00f6rt leider schon zur Historie. Das Gem\u00e4lde war von der Unteren\u00a0 Denkmalschutzbeh\u00f6rde nicht genehmigt und nach geltender Rechtsauffassung somit nicht zul\u00e4ssig. Seine Formgebung und Farbe steht im Widerspruch zur Schlichtheit des Raumes, hie\u00df es offiziell aus dem Landratsamt. Die Meinungen hierzu m\u00f6gen unterschiedlich sein. Das Beh\u00f6rdenrecht hat sich \u201eKraft des Amtes\u201c, trotz vieler F\u00fcrsprecher und starkem Protest aus der Bev\u00f6lkerung, durchgesetzt. Selbst eine Unterschriftenaktion von B\u00fcrgern an den Landrat, die sich f\u00fcr die Erhaltung des Gem\u00e4ldes aussprachen, half nichts. Nach dreieinhalb Jahren ist ein einzigartiges Gem\u00e4lde wieder verschwunden. Es wurde von einer Malerfirma im Sommer 2010 \u00fcbert\u00fcncht.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Eine Arbeitsgelegenheit mit gezielter individueller F\u00f6rderung Langzeitarbeitsloser mit gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen &#8211; AmigA<\/span><\/h3>\n<p>Um Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben, sollte man nicht nur flexibel sein. Auch die Gesundheit spielt eine wichtige Rolle &#8211; Belastbarkeit ist gefragt! Und dennoch gibt es nicht gerade wenig Menschen, die gesundheitliche Einschr\u00e4nkungen haben. Man spricht von einem Drittel aller Arbeitslosen und es ist auch erwiesen, Arbeitslosigkeit macht zus\u00e4tzlich krank. Um den Betroffenen zu helfen, wurde durch die Mittelm\u00e4rkische Arbeitsgemeinschaft ein Modellprojekt ins Leben gerufen &#8211; AmigA.<\/p>\n<p>Auch der AAfV beteiligte sich daran und startete erstmals im April 2007 eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentsch\u00e4digung, ausschlie\u00dflich f\u00fcr Arbeitslose mit vermittlungsrelevanten gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen. Das Projekt war befristet f\u00fcr 9 Monate, mit 20 Teilnahmepl\u00e4tzen belegt und wurde in den Region Werder erprobt.<br \/>\nDie Teilnehmer wurden wohnortnah, gem\u00e4\u00df ihrer W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse und unter Ber\u00fccksichtigung ihrer gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen in verschiedenen Einsatzstellen untergebracht, welche passgenau akquiriert wurden. Hier sollen sie ihre k\u00f6rperliche, psychische und intellektuelle Leistungsf\u00e4higkeit und das Arbeits- und Sozialverhalten erproben und dabei auch bef\u00e4higt werden, sich gesundheitsf\u00f6rderliche Verhaltensweisen bewusst zu machen, um ihren Gesundheitszustand und ihre Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit zu verbessern.<br \/>\nDie Ansprechpersonen in den Besch\u00e4ftigungsstellen wurden f\u00fcr die Zielgruppe sensibilisiert und \u00fcber die Ziele der Ma\u00dfnahme informiert. Durch die Betreuer des AAfV fanden regelm\u00e4\u00dfige Kontakte statt und Besuche wurden durchgef\u00fchrt, um die jeweils pers\u00f6nliche Situation der Teilnehmer zu besprechen, Probleme zu erkennen und Hilfen aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Zu Beginn der Ma\u00dfnahme erhielten die Teilnehmer jeweils ein Projekttagebuch. Hierin konnten sie das Tagesgeschehen, ihre Empfindungen, Erlebnisse und Erwartungen t\u00e4glich festhalten und es\u00a0 sollte eine Hilfe sein, f\u00fcr ihre Problembew\u00e4ltigung und zur Unterst\u00fctzung pers\u00f6nlicher Gespr\u00e4che mit Betreuern und Kursleitern. Allerdings muss auch erw\u00e4hnt werden, dass nicht alle die Selbstdisziplin zur konsequenten F\u00fchrung des Buches aufbrachten.<br \/>\nEin Drittel der Gesamtdauer wurde f\u00fcr Qualifizierung genutzt, incl. gesundheitsbezogener Kurse. Sie fanden nach einem vorgegebenen Plan statt. Die Teilnehmer erhielten einen Monatsplan ausgeh\u00e4ndigt und inhaltliche Schwerpunkte wurden erl\u00e4utert. Die Module beinhalteten zielgruppenspezifische Angebote zur Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung sowie Elemente zur F\u00f6rderung der Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit.<br \/>\nDurch die aktive Teilnahme an den <strong>gesundheitsf\u00f6rdernden Kursen<\/strong> hatten die Teilnehmer die M\u00f6glichkeit, einen positiven Umgang mit der eigenen Gesundheit zu entwickeln. Sie haben es gelernt, deutlich besser auf ihren Gesundheitszustand zu achten, Regeln einzuhalten und ihre Leistungsf\u00e4higkeit besser einzusch\u00e4tzen.<br \/>\nDie R\u00fcckenschule wurde von allen Teilnehmern gut angenommen. Jeder einzelne bekam individuelle Hinweise. Eine aktive Teilnahme erfolgte auch beim Yoga. Einige Teilnehmer waren regelrecht begeistert, andere hatten bei der Ausf\u00fchrung der \u00dcbungen Schwierigkeiten. Hier bedarf es sicher l\u00e4ngerer Erfahrung.<br \/>\nDie <strong>Ern\u00e4hrungsberatung <\/strong>wurde unterschiedlich aufgenommen. Einige fanden das Thema interessant und lehrreich, andere die Methoden zu umst\u00e4ndlich und gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Trotzdem war eine rege Beteiligung bei der Zubereitung der Speisen und Getr\u00e4nke festzustellen.<br \/>\nDie Kompetenzen der Teilnehmer wurden durch ein <strong>Profiling <\/strong>analysiert. Bei der Auswertung der Ergebnisse waren sie mitunter \u00fcber ihre vorhandenen F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten erstaunt. Einige erkannten dadurch ihre beruflichen Alternativen auf dem Arbeitsmarkt.<br \/>\nIm <strong>Pers\u00f6nlichkeits- und Bewerbertraining <\/strong>wurden in praktischen \u00dcbungen die Kernpunkte eines Bewerbungsgespr\u00e4ches simuliert und die Verhaltensweisen und die Wirkung der K\u00f6rpersprache er\u00f6rtert. Trainiert wurde der Umgang mit den \u00fcblichen, aber auch mit provozierenden Fragen.<br \/>\nDie Teilnehmer konnten ihre Bewerbungsunterlagen nach Norm und Richtlinien aktualisieren, Formulierungshilfen wurden gegeben und Literatur zur Verf\u00fcgung gestellt. Zur Erstellung pers\u00f6nlicher Bewerbungsunterlagen wurden Einzeltermine vergeben.<br \/>\nNach genauem Erkennen von Defiziten einzelner Teilnehmer wurden aber auch spontan und in Absprache mit den Fallmanagern zus\u00e4tzlich weitere Kurse durchgef\u00fchrt, so zum Beispiel Deutschunterricht. Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer hatten erhebliche Schwierigkeiten in Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck.<\/p>\n<p>Die Kombination aller Module, verbunden mit der praktischen T\u00e4tigkeit in der Arbeitsgelegenheit, wirkte sich hinsichtlich des Ausbrechens aus der Isolation, der Erh\u00f6hung des Selbstwertgef\u00fchls und der Steigerung der Motivation sehr positiv aus. Die \u201eGruppe\u201c war hier sehr entscheidend, die Teilnehmer f\u00fchlten sich zusammengeh\u00f6rig.<br \/>\nJeder Teilnehmer hatte die M\u00f6glichkeit, seine Meinung und Zufriedenheit zum Ma\u00dfnahmeverlauf anhand von Frageb\u00f6gen einzusch\u00e4tzen. Sie bekamen zum Abschluss eine Teilnahmebest\u00e4tigung \u00fcber die Teilnahme an den gesundheitsbezogenen und berufsorientierten Kursen. Eine enge Kooperation bestand seitens unserer Betreuer und w\u00e4hrend des gesamten Ma\u00dfnahmeverlaufes mit den Fallmanagern der MAIA, den Sozialmedizinern und Psychologen. Es gab einen regelm\u00e4\u00dfigen Austausch zu positiven Entwicklungen, R\u00fcckschl\u00e4gen und Stagnationen. Die n\u00e4chsten Schritte wurden gemeinsam abgestimmt.<\/p>\n<p>Auch in den Folgejahren wurden diese Ma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt, wiederum in der Region Werder, seit 2008 auch in Belzig und ab 2010 unter dem Titel \u201eAgATA\u201c &#8211; <strong>A<\/strong>ktive <strong>g<\/strong>esundheitliche <strong>A<\/strong>nleitung f\u00fcr <strong>T<\/strong>eilnehmer in <strong>A<\/strong>rbeitsgelegenheiten &#8211; insgesamt bisher 112 Teilnahmepl\u00e4tze.\u00a0 Ein Dank gilt allen Verantwortlichen f\u00fcr die Organisation und Betreuung, insbesondere Gritt Hinze und Ellen B\u00f6nisch.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Erhalt historischer Grabst\u00e4tten und Anlagen auf dem Neuen Friedhof in Potsdam<\/span><\/h3>\n<p>In Zusammenarbeit mit der Gesch\u00e4ftsstelle f\u00fcr Arbeitsmarktpolitik und dem Bereich Friedh\u00f6fe der Stadtverwaltung Potsdam, der Unteren Denkmalschutzbeh\u00f6rde sowie der Potsdamer Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung f\u00fcr Arbeitssuchende (PAGA) initiierte und betreute der AAfV eine Ma\u00dfnahme zur Schaffung von Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentsch\u00e4digung auf dem Neuen Friedhof in Potsdam. Im Rahmen dieser Ma\u00dfnahme wurden ab Mai\u00a0zwanzig Teilnehmer f\u00fcr ein halbes Jahr besch\u00e4ftigt und qualifiziert. Dabei stand die Ausf\u00fchrung kommunalpolitisch sinnvoller T\u00e4tigkeiten im Bereich\u00a0 historischer Familiengrabst\u00e4tten, au\u00dferhalb kommunaler Pflichtaufgaben und gewerblicher Facharbeit, im Mittelpunkt, verbunden mit der Unterst\u00fctzung zur Integration der Teilnehmer.<\/p>\n<p>Die seit der Einweihung des Neuen Friedhofs im Jahre 1866 entlang der Friedhofsmauer angelegten und in der Regel mit einem Grabgitter eingefassten ehemaligen Erbbegr\u00e4bnisse sind wertvolle Zeugnisse historischer Grabkultur. Um 1900 bestanden viele Friedh\u00f6fe aus solch einer dicht auf dicht folgenden Ansammlung sogenannter \u201cToteng\u00e4rtchen\u201d, die Anfang des 20. Jahrhunderts zunehmend in die Kritik der Friedhofsreformbewegung gerieten (Gro\u00dfes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur 2002). Die etwa 300 noch vorhandenen historischen Grabst\u00e4tten an der Friedhofsmauer, die sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit pr\u00e4gende und sch\u00fctzenswerte Gestaltungselemente des Neuen Friedhofs darstellen, weisen einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Um dieses Kulturgut f\u00fcr nachfolgende Generationen zu erhalten, waren aufwendige Sicherungsarbeiten notwendig. Im Rahmen dieser Ma\u00dfnahme konnte mit vorbereitenden und zus\u00e4tzlichen Arbeiten im Bereich der nordwestlichen Friedhofsmauer ein erster Beitrag dazu geleistet werden.<\/p>\n<p>Der Neue Friedhof war als Einsatzort in Bezug auf die genannte Zielstellung besonders gut geeignet, um erwerbsf\u00e4hige Hilfebed\u00fcrftige wieder an den Arbeitsalltag heranzuf\u00fchren und so ihre Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit und ihre Vermittlungschancen zu steigern. Unter den Augen der \u00d6ffentlichkeit konnte eigene Arbeit als sinnvoll und erf\u00fcllend erlebt werden, und im Zusammenwirken mit den Angestellten des Friedhofs konnten bei den Teilnehmern Motivation, P\u00fcnktlichkeit, Sorgfalt, Teamf\u00e4higkeit und Zuverl\u00e4ssigkeit wieder hergestellt bzw. gefestigt und die k\u00f6rperliche und psychische Belastbarkeit trainiert werden. Au\u00dferdem bot sich hier die Gelegenheit, theoretische und praktische Grundkenntnisse in verschiedenen Berufszweigen wie Garten- und Landschaftsbau, Friedhofsg\u00e4rtnerei, Hausmeistert\u00e4tigkeit sowie Denkmal- und Naturschutz aufzufrischen bzw. zu erwerben. Auf der Basis der vielf\u00e4ltigen\u00a0 praktischen T\u00e4tigkeiten und der begleitenden Qualifizierung konnte die eigene Berufsorientierung \u00fcberpr\u00fcft und gegebenenfalls konkretisiert werden. Parallel zur praktischen T\u00e4tigkeit wurde ein ressourcenorientiertes Profiling und gezielte individuelle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die eigenen Bewerbungsaktivit\u00e4ten angeboten, und in der begleitenden Qualifizierung wurde allgemeinbildendes Wissen, fachspezifische Kenntnisse und Grundlagen f\u00fcr ein zielgerichtetes Bewerbungsverhalten vermittelt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Ma\u00dfnahme wurden praktische T\u00e4tigkeiten als Vorbereitung f\u00fcr sp\u00e4tere friedhofsg\u00e4rtnerische und denkmalpflegerische Facharbeiten ausgef\u00fchrt. Hierzu z\u00e4hlten vor allem die Ber\u00e4umung von Abf\u00e4llen und Unrat, die Entfernung zerfallener Grabeinfassungen und das Sortieren der Steine. Brauchbare Ziegel- und Natursteine wurden von M\u00f6rtelresten befreit. Die gereinigten Steine wurden nach Formaten sortiert und f\u00fcr eine sp\u00e4tere Wiederverwendung gelagert. Unbrauchbare Steine wurden f\u00fcr die Entsorgung vorbereitet. Stellenweise wurden verschobene Grabeinfassungen per Hand provisorisch gerichtet. Die Grabstellen wurden von Unkraut, Wildwuchs und Moos befreit. Fehlstellungen und Senken im Bereich der Grabstellen wurden mit Boden angef\u00fcllt und vorhandene Grabsteine gesichert. Grabgitter wurden entrostet und, falls erforderlich, gerichtet. Schon w\u00e4hrend der Ma\u00dfnahme wurden die vorbereitenden T\u00e4tigkeiten der Teilnehmer stellenweise durch nachfolgende Arbeiten der Angestellten des Friedhofs erg\u00e4nzt, so dass einige Grabstellen abschlie\u00dfend wiederhergestellt werden konnten. Diese auf Dauer sichtbaren Arbeitsergebnisse wirkten auf die Teilnehmer besonders motivierend.<\/p>\n<p>Die Arbeiten wurden\u00a0 von 2008 bis 2010 in weiteren Arbeitsgelegenheiten fortgesetzt.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Neuer Name f\u00fcr die GmbH<\/span><\/h3>\n<p>Die Arbeit Fl\u00e4ming GmbH hat sich umbenannt. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20.06. ist der Name in <strong>Fl\u00e4ming Bau- &amp; und Dienstleistungs GmbH<\/strong> ge\u00e4ndert worden. 1993 als Tochter des AAfV gegr\u00fcndet, war die GmbH zun\u00e4chst eng mit der Arbeitsf\u00f6rderung im Landkreis Potsdam-Mittelmark verbunden. Inzwischen behauptet sich das Unternehmen seit vielen Jahren unter den gleichen Bedingungen wie andere am Markt. Das Leistungsangebot umfasst wie bisher Maurer-, Pflaster-, Abbruch- und Erdarbeiten, Gr\u00fcnanlagenpflege und Winterdienst.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Wanderwegenetzgestaltung im Landkreis Potsdam-Mittelmark<\/span><\/h3>\n<p>Im Juli wurde mit Mitteln des Europ\u00e4ischen Sozialfonds das neue arbeitsmarktpolitische F\u00f6rderprogramm \u201cRegionalbudget &#8211; Regionalentwicklung st\u00e4rken, Besch\u00e4ftigungsperspektiven er\u00f6ffnen\u201d im Landkreis eingef\u00fchrt. Zielsetzung ist es, die Regionalentwicklung zu st\u00e4rken, die Vermittlungschancen und soziale Teilhabe arbeitsloser Frauen und M\u00e4nner zu verbessern sowie\u00a0 Netzwerksbildungen und Akteurskooperation zu initiieren.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang startete am 15.07. das Projekt \u201cWanderwegenetzgestaltung\u201d im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Hintergrund ist das Bestreben des Landkreises ein modernes Wegenetz aufzubauen, sich als Wanderregion zu etablieren und im Jahr 2012 den Deutschen Wandertag auszurichten. Eine Veranstaltung, die tausende Besucher in die Region zieht.<br \/>\nInsgesamt waren 25 Teilnehmer f\u00fcr 8 Monate in einer Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahme damit beauftragt, die bestehenden Wanderwege des gesamten Landkreises Potsdam-Mittelmark einer genauen Pr\u00fcfung zu unterziehen und gem\u00e4\u00df ihrer T\u00e4tigkeitsbeschreibung notwendige Reparaturma\u00dfnahmen durchzuf\u00fchren. Das Projekt leistete einen Beitrag f\u00fcr eine den neuesten Anforderungen entsprechende regionale und \u00fcberregionale Wanderwegenetzgestaltung. Der Verfall des bestehenden Netzes wird aufgehalten und weiterer Schaden abgewendet.<br \/>\nF\u00fcr eine kontinuierliche Betreuung und Qualifizierung sorgte Projektleiterin Kristin Brauns, die auch die Koordinationen und Abstimmungen organisierte. Um diese Aufgabe zu bew\u00e4ltigen, wurden die Teilnehmer in vier Arbeitsgruppen aufgeteilt, wodurch eine gleichm\u00e4\u00dfige Bearbeitung des Territoriums m\u00f6glich war. Dadurch konnten aber auch Ortskenntnisse einflie\u00dfen, die bei der Arbeit am Wegesystem unverzichtbar sind, um das Vorhaben effizient und qualitativ hochwertig zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Warum war dieses Projekt so wichtig? Das Mitte der 90er Jahre ausgewiesene Wanderwegenetz ist zum Teil in einem schlechten Zustand. Defekte oder verschwundene Wegweiser machen es Besuchern unm\u00f6glich, sich zu orientieren. Ein sich ver\u00e4ndertes touristisches Umfeld macht es notwendig, auf wandelnde Anspr\u00fcche zu reagieren, bestehende Streckenf\u00fchrungen zu optimieren und perfektionieren und der sich ver\u00e4ndernden Umgebung anzupassen.<br \/>\nNeben der Bestandsaufnahme von Besch\u00e4digungen durch Vandalismus-, Witterungs- und Materialsch\u00e4den am Wegesystem, sichtete das Team die Wege und beseitigte kleinere M\u00e4ngel vor Ort. Einen gro\u00dfen Teil der Arbeit nahmen die Aufarbeitung und der anschlie\u00dfende Aufbau von defekten oder verschwundenen Wanderwegschildern in Anspruch. In liebevoller Handarbeit wurden diese in unserer Tischlerei nach den vorgegebenen Richtlinien zurechtgeschnitten, lackiert und schlie\u00dflich beschriftet. Daneben brachten alle Teilnehmer Ideen und Empfehlungen zur Verbesserung der Wegestruktur ein. Alle T\u00e4tigkeiten erfolgten in enger Absprache mit den zust\u00e4ndigen Kommunen, Verb\u00e4nden und Vereinen. Als wichtige Ansprechpartner sind die ehrenamtlichen Wanderwegewarte zu nennen, die in ihrer Freizeit mit Rat und Tat zur Seite standen. Das Arbeitsgebiet umfasste den gesamten Landkreis Potsdam-Mittelmark. Neben \u00fcberregionalen Wegen verf\u00fcgt diese Region \u00fcber zahlreiche regionale und \u00f6rtliche Wanderwege.<\/p>\n<p>Auch in den weiteren Jahren wurden die Arbeiten am Wanderwegenetz fortgef\u00fchrt. Nahtlos schloss sich eine weitere Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahme an. Sie wurde bis zum 28.02.2009 bewilligt. In der Ma\u00dfnahme wurden 20 langzeitarbeitslose Frauen und M\u00e4nner unter qualifizierter Anleitung geschult und in zwei Gruppen f\u00fcr die praktischen T\u00e4tigkeiten am Wanderwegenetz sowie f\u00fcr die Qualit\u00e4tsbewertung der Wegestruktur des Landkreises eingesetzt. Die Teilnehmer erhielten Fachkenntnisse im Bereich Tourismus\/Wanderwegesystem im Landkreis sowie eine Schulung als \u201eBestandserfasser\/in f\u00fcr den Qualit\u00e4tsweg Wanderbares Deutschland\u201c. Einige Teilnehmer absolvierten einen Motorkettens\u00e4genlehrgang.<br \/>\nIm Ergebnis der Ma\u00dfnahme wurde die Wanderregion nachhaltig gest\u00e4rkt und 3 Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt.<\/p>\n<p>Eine erste Arbeitsgelegenheit in der Entgeltvariante startete im M\u00e4rz 2009, befristet bis zum 28.02.2010, wiederum mit 20 Teilnehmern. Die Interessen und Potenziale aller relevanten Akteure f\u00fcr die Wegenetzgestaltung wurden erstmalig geb\u00fcndelt. Alle Unterlagen wurden neu gepr\u00fcft und im praktischen Bereich erforderliche R\u00fcckbauten und Neugestaltungen konsequent realisiert. Geschlossene Dokumentationen wurden nach modernen Standards, unter anderem GPS, entwickelt und die Zertifizierung von Wanderwegen unterst\u00fctzt. Eine Gruppe arbeitete an der Planung und dem Bau eines Kindererlebnispfades, ein Modell wurde gefertigt.<\/p>\n<p>Eine zweite Arbeitsgelegenheit mit der selben Teilnehmerst\u00e4rke folgte nahtlos und wurde f\u00fcr ein Jahr bewilligt. In drei Arbeitsgruppen wurde der Bogen zwischen praktischen und theoretisch-konzeptionellen Arbeiten gespannt. Ein <strong>Sicherungsteam<\/strong> beseitigte Sch\u00e4den am Wegesystem, <strong>Qualit\u00e4tsscouts<\/strong> leisteten unterst\u00fctzende Arbeiten zur Umsetzung des Kreistagskonzeptes und zur qualitativen Aufwertung der gesamten Wegestruktur wurden von der <strong>Arbeitsgruppe Wege mit Pepp<\/strong> Themenwanderwege, die landschaftliches, historisches aber auch wirtschaftliches Know-How besitzen, erschlossen.<br \/>\nAuch in dieser Ma\u00dfnahme wurden die Teilnehmer bei der Suche nach einem Arbeitsplatz unterst\u00fctzt, sieben von ihnen konnten innerhalb eines Jahres vermittelt werden.<\/p>\n<p>Die begonnene Ma\u00dfnahme wurde ab dem 01.03.2011 f\u00fcr ein weiteres Jahr verl\u00e4ngert, jedoch der \u00fcberwiegende Teil der Teilnehmer ausgetauscht.<\/p>\n<p>Alle Projekte wurden mit Mitteln des Europ\u00e4ischen Sozialfonds durch das arbeitsmarktpolitische F\u00f6rderprogramm \u201eRegionalbudget &#8211; Regionalentwicklung st\u00e4rken, Besch\u00e4ftigungsperspektiven er\u00f6ffnen\u201c unterst\u00fctzt.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Offizieller Abschied &#8211; Bernd Schl\u00e4gel geht in den Ruhestand<\/span><\/h3>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des AAfV, Bernd Schl\u00e4gel, hat sich nach 16 Jahren engagierter, aufopferungsvoller Arbeit an der Spitze des Vereines f\u00fcr den vorzeitigen Ruhestand entschieden. Sicher f\u00fcr ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge wurde er am 31.07.2007 offiziell in gro\u00dfer Runde auf Burg Rabenstein verabschiedet.<br \/>\nSeinem Standpunkt: \u201cWer immer in die Fu\u00dfstapfen anderer tritt, hinterl\u00e4sst keine eigenen Spuren,\u201d blieb er in all den Jahren treu.<\/p>\n<p>Der Vorstand und die Belegschaft des AAfV, Vertreter von Kommunen, Vereinen, Beh\u00f6rden und weitere Pers\u00f6nlichkeiten aus Politik und Wirtschaft dankten ihm f\u00fcr die jahrelang geleistete Arbeit und den unerm\u00fcdlichen Einsatz an mehreren Fronten. Auch wurde zum Ausdruck gebracht, dass er immer nach dem Motto \u201cVersuche das Unm\u00f6gliche, damit dir das M\u00f6gliche gelingt\u201d gearbeitet hat. Neben dem beruflichen Engagement kam auch das ehrenamtliche nicht zu kurz. Hier wird er sich auch weiterhin engagieren.<\/p>\n<p>Die promovierte Sozialwissenschaftlerin Frau Dr. Marie-Luise Vetter aus Treuenbrietzen \u00fcbernahm ab 01.08.2007 die Gesch\u00e4fte des AAfV. Sie wurde unter mehr als 20 Bewerberinnen und Bewerbern ausgew\u00e4hlt. Bei den Bewertungskriterien hat sie am Ende \u00fcberzeugt. Frau Dr. Vetter war bis zu diesem Zeitpunkt Leiterin des Bereiches Sozialservice im AAfV. F\u00fcr den Start wurde ihr alles Gute gew\u00fcnscht.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">\u201cReif f\u00fcr die Zukunft &#8211; Kompetenzen f\u00fcr die Arbeitswelt von morgen\u201d, ein Modellprojekt des XENOS Sonderprogramms<\/span><\/h3>\n<p>Das Projekt verfolgte das Ziel, benachteiligten Jugendlichen &#8211; insbesondere auch mit Migrationshintergrund &#8211; eine Perspektive zu geben, sich zu entwickeln und ihnen zu erm\u00f6glichen, Erfahrungen in beruflicher Praxis zu sammeln, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben und ihre Integration auf dem Arbeitsmarkt bzw. in eine Ausbildung zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Jugendlichen begann das Projekt mit einer Einstiegsphase. Diese sollte dazu dienen, ihnen Orientierung und Sicherheit in ihrem neuen, sozialen Umfeld zu geben.<br \/>\nIm August &#8211; bis zum Jahresende &#8211; begannen 34 Jugendliche in mehreren einzelnen Gruppen getrennt, gemeinsam zu arbeiten, zu lernen und miteinander zu kommunizieren. Die Jugendlichen wurden aktiv und verantwortlich in die Herstellung von handwerklichen Produkten einbezogen. Dabei wurde Wert auf ein handlungsorientiertes Arbeiten, das durch mehrere Arbeitsschritte gekennzeichnet war, gelegt. Im Mittelpunkt standen dabei das Informieren \u00fcber einzelne Arbeitsschritte von der Herstellungsweise, der Marketingstrategie und den Absatzm\u00f6glichkeiten eines Produktes, die Planung der Produktion, die Entscheidungsfindung f\u00fcr bestimmte Varianten, die Ausf\u00fchrung der notwendigen Arbeitsschritte sowie die Bewertung, Vermarktung und Erfolgsbeobachtung auf dem Markt.<\/p>\n<p>Eine wichtige Zielstellung des Projektes war es, die Jugendlichen auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt vorzubereiten. Demzufolge geh\u00f6rten Bewerbungstraining, Praktika in Firmen sowie die Hilfestellung bei der Vermittlung zu den grundlegenden Inhalten. Hierbei wurden die Jugendlichen verantwortlich mit einbezogen.<br \/>\nSie stellten mit Hilfe der sozialp\u00e4dagogischen Betreuer ihre Bewerbungsunterlagen zusammen und wurden auf Einstellungsgespr\u00e4che f\u00fcr das Praktikum vorbereitet. Die Sozialp\u00e4dagogen nahmen an diesen Bewerbungsgespr\u00e4chen teil und werteten das Gespr\u00e4ch im Anschluss mit dem Jugendlichen aus. Die sozialp\u00e4dagogische Begleitung des Vermittlungsprozesses trug dazu bei, die Jugendlichen zu bef\u00e4higen, zunehmend selbst\u00e4ndig auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt aufzutreten. Ausgew\u00e4hlte Jugendliche erhielten im Verlauf der Ma\u00dfnahme die M\u00f6glichkeit, sich angemessen auf die Nichtsch\u00fclerpr\u00fcfung vorzubereiten.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Zum Tod von Bernd Schl\u00e4gel<\/span><\/h3>\n<p>V\u00f6llig \u00fcberraschend ist Bernd Schl\u00e4gel am 30. Dezember 2007, einen Tag vor seinem 60. Geburtstag, verstorben. Mit ihm verliert die brandenburgische Arbeitsmarktpolitik einen der profiliertesten und erfolgreichsten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer einer Arbeitsf\u00f6rdergesellschaft, dem Arbeits- und Ausbildungsf\u00f6rderungsverein Potsdam-Mittelmark e.V. Er hat dessen Geschicke von seiner Gr\u00fcndung im Jahre 1991 \u00fcber 16 Jahre bis zu seinem Ausscheiden im Juli geleitet und dabei nicht nur Tausenden von Arbeitslosen geholfen, sondern auch Verbesserungen der Infrastruktur in den Gemeinden mittels Arbeitsf\u00f6rderung bewirkt.<\/p>\n<p>Bernd Schl\u00e4gel managte ma\u00dfgeblich das erste Strukturf\u00f6rderprogramm f\u00fcr die Stadt Belzig und f\u00fchrte Gro\u00dfprojekte in die wirtschaftliche Selbstst\u00e4ndigkeit. Bei allem professionellen Wirken blieb er hilfsbereit, bescheiden und menschlich. Alle, die ihn kannten, werden ihn nicht vergessen und seiner mit Hochachtung und gro\u00dfer Sympathie gedenken.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Schlosssch\u00e4nke &#8211; Der Pachtvertrag mit unserem Unternehmen endet<\/span><\/h3>\n<p>Nach Ablauf des f\u00fcr 12 Jahre geschlossenen Pachtvertrages zwischen der Gemeinde Wiesenburg\/Mark und dem AAfV, der wiederum an Fl\u00e4ming Bau- und Dienstleistungs GmbH\u00a0 vermietet hatte, hat die Kommune auf eine Verl\u00e4ngerung f\u00fcr eine weiteres Jahr verzichtet.<br \/>\nEs ist dem AAfV gelungen, einen Betrieb in die wirtschaftliche Selbstst\u00e4ndigkeit zu entlassen\u201c, konnte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, Dr. Marie-Luise Vetter, dennoch positiv res\u00fcmieren.<br \/>\nUwe Zimmermann hat das Lokal zum Jahreswechsel 2007\/2008 direkt von der Gemeinde\u00a0 gepachtet.\u00a0 Er hat die Gastst\u00e4tte seit der Er\u00f6ffnung im Jahre 1995 geleitet.\u00a0 Alle Mitarbeiter und die Auszubildenden wurden \u00fcbernommen.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2007 Ein Wandgem\u00e4lde auf Burg Rabenstein Bernd Schl\u00e4gel erl\u00e4uterte anwesenden Kunstinteressierten die Entstehung eines neuen Gem\u00e4ldes,\u00a0das den Gastraum auf der Burg Rabenstein freundlicher erscheinen l\u00e4sst. 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