{"id":161,"date":"2008-01-13T12:10:01","date_gmt":"2008-01-13T11:10:01","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.aafv.de\/2011\/10\/13\/2008\/"},"modified":"2008-01-13T12:10:01","modified_gmt":"2008-01-13T11:10:01","slug":"2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/soziale-arbeit-mittelmark.de\/archiv\/2008\/01\/13\/2008\/","title":{"rendered":"Jahres-Chronik"},"content":{"rendered":"<h3>2008<\/h3>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Job Perspektive &#8211; Besch\u00e4ftigung f\u00fcr Menschen mit Vermittlungshemmnissen<\/span><\/h3>\n<p>Bisherige Erfahrungen in der Umsetzung des SGB II haben gezeigt, dass es eine nennenswerte Zahl von Personen gibt, bei denen die arbeitsmarktpolitischen Instrumente nicht zu einer Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt f\u00fchren. Die Ursache hierf\u00fcr liegt in der besonderen Arbeitsmarktferne dieser Personen.<br \/>\nMit Einf\u00fchrung der Leistungen zur Besch\u00e4ftigungsf\u00f6rderung f\u00fcr Arbeitgeber wurde erstmals ein Instrument geschaffen, um Menschen mit mehreren Vermittlungshemmnissen, die auf absehbare Zeit keine Chancen haben, einen Arbeitsplatz zu finden, eine l\u00e4ngerfristige Perspektive zur Teilnahme am Erwerbsleben anzubieten.<\/p>\n<p>Im einem Sonderprojekt, April 2008 bis Februar 2009, wurden durch ein Projektteam, bestehend aus Mitarbeitern des AAfV &#8211; Walter Dehne, Elke Bernau, Kornelia Kurschat unf Ingrid Weinholz und mit Unterst\u00fctzung der Regionalkoordinatoren und Betreuer &#8211; Arbeitgeber akquiriert, die Interesse bekundeten, an diesem Modell mitzuwirken und einen oder mehrere Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr das Klientel anzubieten bereit waren. Aufgabe der MAIA war es dann, zu pr\u00fcfen, ob geeignete Personen zur Besetzung des Arbeitsplatzes zur Verf\u00fcgung stehen. Die Arbeitgeber konnten als Ausgleich der zu erwartenden Minderleistungen der Besch\u00e4ftigten und bei einem Arbeitsverh\u00e4ltnis von 2 Jahren, auch befristet, einen Lohnkostenzuschuss und einen weiteren Zuschuss f\u00fcr die Einarbeitung, Weiterbildung und Betreuung am Arbeitsplatz erhalten.<\/p>\n<p>Im Ma\u00dfnahmezeitraum wurden \u00fcber 300 Arbeitgeber in der Region angesprochen. Dabei wurden 119 Arbeitsstellen akquiriert, vorrangig in Industrie und Handwerk, in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Gastronomie und dem Handel. Auch Kommunen und Vereine stellten Arbeitspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung. Der AAfV selbst hat 8 Arbeitsstellen angeboten, alle wurden besetzt. Die MAIA wertete das Ergebnis als gro\u00dfen Erfolg. Auch die Zusammenarbeit mit den am Projekt beteiligten Mitarbeitern der ARGE war sehr gut und konstruktiv.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Eine Arbeitsgelegenheit zum Erwerb des F\u00fchrerscheins<\/span><\/h3>\n<p>Erstmals startete sie am 01.05. mit 15 Teilnehmerpl\u00e4tzen und f\u00fcr 9 Monate angelegt &#8211; eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentsch\u00e4digung. Die meist jugendlichen Teilnehmer haben ihre Aufwandsentsch\u00e4digung nicht ausgezahlt bekommen, sondern die Betr\u00e4ge wurden angespart zum Erwerb des F\u00fchrerscheins. Die Einrichtung eines treuh\u00e4nderisch gef\u00fchrten Kontos zur Verwahrung der Mehraufwandsentsch\u00e4digung, die ohne Probleme verlaufende finanzielle Abrechnung mit den Fahrschulen und die st\u00e4ndige Information \u00fcber ihr erarbeitetes Guthaben, bildeten eine solide Grundlage, um ein Vertrauensverh\u00e4ltnis zu unseren Betreuern aufzubauen. Die pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4che mit den Teilnehmern und die Hilfestellung bei der L\u00f6sung pers\u00f6nlicher Probleme waren ebenfalls wichtige Faktoren im Projekt.<br \/>\nDurchgef\u00fchrt wurde es im Bereich Brandenburg. Schon bei den Einstellungsgespr\u00e4chen zeigten sich bei einigen Teilnehmer allerdings Bedenken, teilweise Ablehnung, den F\u00fchrerschein \u00fcberhaupt erwerben zu wollen. Eine gewisse \u00dcberzeugungsarbeit musste geleistet werden, in den meisten F\u00e4llen mit Erfolg. Sie wurden aber auch darauf hingewiesen, dass die Teilnahme an der Ma\u00dfnahme keinesfalls eine vollst\u00e4ndige Finanzierung des F\u00fchrerscheins absichert bzw. ein Anspruch darauf besteht, sondern lediglich eine Unterst\u00fctzung zum Erwerb darstellt.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer wurden in Arbeitsgelegenheiten integriert. \u00dcberwiegend waren sie in den Ortsbereichen t\u00e4tig und dort mit zus\u00e4tzlichen Aufgaben zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Sauberkeit betraut. Einige fanden aber auch Einsatzstellen zur Betreuung in Jugendfreizeiteinrichtungen oder zur Unterst\u00fctzung im touristischen Bereich. Sie leisteten eine gute Arbeit. Das wurde uns von den Ansprechpartnern der Einsatzstellen best\u00e4tigt. Der Fahrschulunterricht erfolgte au\u00dferhalb der Arbeitszeiten und die Teilnehmer selbst hatten die freie Wahl einer Fahrschule.<br \/>\nIn der Betreuungsarbeit zeigte sich, dass viel Motivationsarbeit geleistet werden musste. Nicht alle Teilnehmer haben im ersten Anlauf die theoretische Pr\u00fcfung bestanden. Hierbei halfen oft kostenlose Nachhilfelehrg\u00e4nge. Und auch bei den praktischen Pr\u00fcfungen gab es manche Probleme.<br \/>\nIn den Gespr\u00e4chen mit den Teilnehmern wurde nach M\u00f6glichkeiten gesucht, um ihnen Hilfe und Unterst\u00fctzung zu geben. Positiv zu werten ist hierbei auch die Rolle der Einsatzstellen, die gemeinsam mit unseren Betreuern motivierend einwirkten. Als Beispiele f\u00fcr die gute Zusammenarbeit sei das Lehniner Institut f\u00fcr Kunst und Handwerk, das Jugendzentrum der Gemeinde Kloster Lehnin und der Jugendclub Brielow genannt.<br \/>\nAuch \u201eFehlversuche\u201c mussten zur Kenntnis genommen werden. Sie resultierten zum Beispiel aus l\u00e4ngerer Abwesenheit durch Krankheit, auch Lese- und Rechtschreibschw\u00e4chen wurden festgestellt. Leider mussten auch Ermahnungen wegen Inaktivit\u00e4t zur Erreichung der Zielstellung ausgesprochen\u00a0 werden, auch Alkoholprobleme waren zu verzeichnen. In allen F\u00e4llen erfolgten w\u00e4hrend der Projektdauer vertrauliche Gespr\u00e4che mit den pers\u00f6nlichen Ansprechpartnern der Mittelm\u00e4rkischen Arbeitsgemeinschaft.<\/p>\n<p>Es gab auch Auswechslungen von Teilnehmern w\u00e4hrend der Projektdauer. Dadurch war die planm\u00e4\u00dfige Teilnahme an den theoretischen Kursen nicht von Beginn an gew\u00e4hrleistet. Die nachger\u00fcckten Teilnehmer mussten sich erst eine Mehraufwandsentsch\u00e4digung ansparen, zum anderen war eine Wartezeit von N\u00f6ten, um in einen Kurs aufgenommen zu werden. Das f\u00fchrte mitunter dazu, dass diese den F\u00fchrerschein nicht bis zum Ende des Projektes erwerben konnten. Die Verwaltung ihres Treuhandkontos wurde aber auch danach gew\u00e4hrleistet, dies sicherte eine zweckentsprechende Verwendung der angesparten Gelder.<\/p>\n<p>2010 wurde bereits die inzwischen dritte Ma\u00dfnahme dieser Art realisiert. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Bereits w\u00e4hrend der Dauer der einzelnen Projekte haben \u00fcber 50% der Teilnehmer die F\u00fchrerscheinpr\u00fcfung erfolgreich abgelegen k\u00f6nnen.<br \/>\nEine vierte Auflage startete im M\u00e4rz 2011.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Unterst\u00fctzung des Kreisfeuerwehrverbandes bei der Brandschutzerziehung in den Grundschulen des Landkreises Potsdam-Mittelmark<\/span><\/h3>\n<p>J\u00e4hrlich kommen in Deutschland ca. 200 Kinder durch Rauch und Flammen ums Leben. Eine erschreckend hohe Zahl, zu der noch eine erhebliche Anzahl von F\u00e4llen mit Brandverletzungen, mit teilweise lebenslangen Folgen, hinzukommen. Eine fr\u00fchzeitige und kindgerechte Brandschutzerziehung schon in der Grundschule kann lebensrettend sein. Die gezielte Aufkl\u00e4rung unter Ber\u00fccksichtigung der besonderen Faktoren tr\u00e4gt zur Risikominderung bei, wie zum Beispiel der Umgang mit Z\u00fcndmitteln, das Erkennen und Verh\u00fcten von Brandgefahren oder das richtige Verhalten bei einem Brand. Und nat\u00fcrlich auch die Mitgliedschaft in den Jugendfeuerwehren der Kommunen.<\/p>\n<p>Im Rahmen einer ABM, sie begann im Juli, nahmen die 3 Teilnehmer, alles Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, mit den Lehrern und Erziehern der Grundschulen im Landkreis Kontakt auf, um zu erl\u00e4utern und zu kl\u00e4ren, wie die Brandschutzerziehung in den Unterricht eingeplant werden kann und welche anderen M\u00f6glichkeiten es gibt, den Grundschulkindern richtiges Brandschutzverhalten n\u00e4her zu bringen.<br \/>\nDer Leiter der Ma\u00dfnahme, Manfred Neumann, auch Vizekreisbrandmeister, koordinierte die Termine mit den Schulen, war zust\u00e4ndig f\u00fcr die fachliche und materielle Ausstattung des Teams und unterhielt eine enge Verbindung zum Landratsamt und zum Kreisfeuerwehrverband. Weitere Aufgaben der Teilnehmer bestanden darin, einen Terminplan sowie ein Konzept f\u00fcr die Arbeit in den Grundschulen zu erarbeiten.<br \/>\nIn der praktischen Umsetzung wurde den Kindern eine sinnvolle Gestaltung ihrer Freizeit n\u00e4her gebracht sowie die Belange des vorbeugenden Brandschutzes erl\u00e4utert. Dabei wurde ihr Interesse an einer Mitarbeit in den Jugendfeuerwehren geweckt und damit die so wichtige\u00a0\u00a0\u00a0 Nachwuchsf\u00f6rderung f\u00fcr die Feuerwehren im Landkreis\u00a0 Es wurde ein Fleyer zur Unterst\u00fctzung der Arbeit vor Ort entworfen und Anschauungsmaterial in den Grundschulen verteilt.<\/p>\n<p>Parallel wurde die ABM auch von ehrenamtlichen Mitarbeitern unterst\u00fctzt, die in Kinderg\u00e4rten und Grundschulen unterwegs waren, um mit einer kindgerechten Ausr\u00fcstung auf die Gefahren des Feuers aufmerksam zu machen sowie bereits die \u201cKleinsten unter den Kleinen\u201d f\u00fcr die Feuerwehr zu interessieren.<\/p>\n<p>Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, dem Kreisfeuerwehrverband, dem Ministerium f\u00fcr Brand- und Katastrophenschutz und dem Jugendbeauftragten der Jugendfeuerwehren durchgef\u00fchrt. Es erfolgte die Pr\u00fcfung der Aufnahme des vorbeugenden Brandschutzes in die Stundenpl\u00e4ne und die Entwicklung von Arbeitsgemeinschaften an den Grundschulen.<\/p>\n<p>Nach Abschluss der Ma\u00dfnahme, am 31.12.2008,\u00a0 wurden zwei Teilnehmer in ein befristetes Arbeitsverh\u00e4ltnis vom Landratsamt \u00fcbernommen, um ihre Arbeit &#8211; Schulungen und Infoveranstaltungen &#8211; vor Ort fortzusetzen.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Unterst\u00fctzung der Eisenbahnfreunde \u201eHoher Fl\u00e4ming\u201c e.V.<\/span><\/h3>\n<p>Die Vermittlung von Eisenbahntradition und Eisenbahngeschichte waren Ziel und Zweck\u00a0 einer Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahme, die im August begann. Mehrere Schwerpunkte standen im Mittelpunkt der Arbeit. Dazu geh\u00f6rten die Unterst\u00fctzung der Eisenbahnfreunde beim Aufbau einer Ausstellung von Eisenbahnexponaten im Rahmen eines von den Mitgliedern geplanten Eisenbahn-Erlebnisparks incl. der dazu erforderlichen Erfassung, Erforschung und Katalogisierung der Exponate. Aber auch die \u00d6ffentlichkeitsarbeit und die Erstellung von Werbematerialien, die Vorbereitung und Durchf\u00fchrung von F\u00fchrungen f\u00fcr verschiedene Zielgruppen, insbesondere die Aufbereitung spezifischer Themen f\u00fcr Kindergruppen und Sch\u00fclerprojekttage und die Unterst\u00fctzung bei Fahrten mit dem Traditionszug z\u00e4hlten zu den Aufgaben.<\/p>\n<p>Die Ma\u00dfnahme wurde f\u00fcr ein Jahr bewilligt und 5 Teilnehmerinnen wurden f\u00fcr diese T\u00e4tigkeiten eingestellt. Geleitet wurde das Team von Uta Hohlfeld. Keine der Teilnehmerinnen hatte im Vorfeld Vorkenntnisse im Sachgebiet Eisenbahn vorzuweisen. Deshalb musste vorerst im Selbststudium nach Informationen zur Eisenbahn- und Technikgeschichte, in Deutschland allgemein und im besonderen in Belzig, recherchiert werden. Hierzu geh\u00f6rte die Befragung von Zeitzeugen, die Kontaktherstellung zur Geschichtswerkstatt und die Recherche in Bibliotheken.<br \/>\nDie Voraussetzungen f\u00fcr die Errichtung eines Eisenbahn-Erlebnisparks waren seitens der Eisenbahnfreunde gegenw\u00e4rtig noch nicht gegeben, da das Gel\u00e4nde noch nicht zur Verf\u00fcgung stand. Seitens der Teilnehmerinnen wurden hierzu aber die m\u00f6glichen Vorbereitungen realisiert, wie die Erfassung der auf dem Gel\u00e4nde der Eisenbahnfreunde vorhandenen Lokomotiven, Wagen und Zubeh\u00f6rteile &#8211; als Exponate. Die Darstellung der erarbeiteten Daten erfolgte in einer \u00dcbersicht, ebenfalls die von den gesammelten Kleinexponaten zur Eisenbahngeschichte. S\u00e4mtliche Recherchen zur Geschichte sind nach jetzigem Stand der Erkenntnisse noch weiter qualifizierbar und erg\u00e4nzungsf\u00e4hig.<br \/>\nAuch Anschauungstafeln wurden f\u00fcr verschiedene Themen hergestellt und anl\u00e4sslich von Veranstaltungen und F\u00fchrungen den Besuchern pr\u00e4sentiert. In Zusammenarbeit mit Schulen und Kindereinrichtungen wurden Sch\u00fcler- und Kinderprojekte durchgef\u00fchrt. Hier waren umfangreiche inhaltliche Vorbereitungen erforderlich, denn die Lehr-, Anschauungs- und Arbeitsmaterialien f\u00fcr Kinder der 3. bis 8. Klassen mussten eine entsprechende Qualit\u00e4t aufweisen, um das Interesse zu wecken. Besonders eine Holzlokomotive zur Darstellung der Wirkungsweise einer Dampflok kam sehr gut an, aber auch die Schautafeln zu verschiedenen Themen und die Power-Point-Pr\u00e4sentationen, unter anderem zur Geschichte der Eisenbahn, zu Signalen und Bahnh\u00f6fen, auch in unserer Region.<\/p>\n<p>Im Rahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit wurde eine Informationsmappe erstellt, auch mehrere Werbematerialien, unter anderem auch eine Werbepostkarte, und mehrere Presseartikel ver\u00f6ffentlicht. Anl\u00e4sslich des Altstadtsommers in Belzig wurde unterst\u00fctzt und mehrere Feste f\u00fcr Gro\u00df und Klein geplant, organisiert und durchgef\u00fchrt.<br \/>\nIn den letzten drei Monaten wurde ein Servicestand im Bahnhof Belzig betreut. Innerhalb von wenigen Tagen wurden die R\u00e4umlichkeiten in der Empfangshalle, incl. Reinigung, Werbung und Ausstattung und unter gro\u00dfem pers\u00f6nlichen Einsatz der Teilnehmerinnen sowie Mitarbeiter des AAfV f\u00fcr die Nutzung hergerichtet.<br \/>\nDas Serviceteam erledigte Aufgaben, wie Hilfe bei der Bedienung des Fahrkartenautomaten und den Verkauf von Ansichts- und Wanderkarten sowie Stadtpl\u00e4nen. Am Stand wurde ein Veranstaltungsplan f\u00fcr die Region st\u00e4ndig aktualisiert<\/p>\n<p>Unter dem Motto \u201eHier ist was los\u201c wurde auf einem Klappaufsteller auf zeitnah stattfindende Veranstaltungen hingewiesen. Auch wurde Informationsmaterial, zur Stadt, zum Naturpark und anderen Ausflugszielen, angeboten. Und es wurden Ausk\u00fcnfte erteilt &#8211; zu touristischen Sehensw\u00fcrdigkeiten, Beh\u00f6rden und medizinischen Einrichtungen, Verkehrsverbindungen bis zu\u00a0 \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>An den Wochenenden zeigten die Teilnehmerinnen mit Hilfe eines Laptops und Beamers Fotos von Belzig und der Region oder auch einen Film von den Erlebnissen der Eisenbahnfreunde. Die Belebung des Bahnhofes sowie das Vorhandensein von Ansprechpartnern wurde durch die Reisenden sehr positiv bewertet. Insgesamt gab es in den drei Monaten weit \u00fcber 2000 pers\u00f6nliche Kundenanfragen an das Serviceteam. Der Stand war \u00fcber diesen Zeitraum fast t\u00e4glich, Montag bis Sonntag, auch zu den Feiertagen, besetzt. Dies erforderte konkrete verl\u00e4ssliche Absprachen im Team sowie die Bereitschaft zur Wochenendarbeit.<\/p>\n<p>Die Ma\u00dfnahme war erfolgreich &#8211; einmal im Hinblick auf die Realisierung der thematischen Ziele mit regionalen touristischen Impulsen, andererseits durch die Qualifikation der f\u00fcnf Frauen. Sie konnten sich in der PC-Arbeit weiterbilden, insbesondere Power Point, Word, Excel und Bildbearbeitung. Hierzu z\u00e4hlt auch die Recherche in Bibliotheken und im Kreisarchiv sowie der Besuch von Museen.<\/p>\n<p>Das Projekt hatte aber auch f\u00fcr die pers\u00f6nliche Entwicklung der Teilnehmer einen gro\u00dfen Nutzen. F\u00fcr sie war besonders die Arbeit am Servicestand eine sehr gute Erfahrung, um sich auf den Arbeitsprozess vorzubereiten und sie konnten sich im Bereich der Kundenbetreuung, der Heimatgeschichte und des Tourismus Basiswissen aneignen.<br \/>\nAn das Teamverhalten wurden ebenfalls hohe Anforderungen gestellt, die zunehmend besser erf\u00fcllt wurden. Besonders die freiwillige Entscheidung zum Wochenenddienst, verbunden mit der Bereitschaft untereinander Kompromisse zu finden, hatte einen besonderen Stellenwert.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Weiterentwicklung der historischen Anlage auf der Burg Rabenstein <\/span><\/h3>\n<p>Die Burganlage \u201cRabenstein\u201d ist eine der besterhaltendsten Burgen im Land Brandenburg und ein beliebtes Ausflugsziel, nicht nur inl\u00e4ndischer Touristen. Mit dem Rittersaal, der gro\u00dfen Scheune im Burgvorhof, dem Bergfried, der Rosmarienkapelle und der Folterkammer vermittelt sie ein unvergessliches Erlebnis in historischer Umgebung. Viele Ma\u00dfnahmen, auch mit Unterst\u00fctzung der Arbeitsf\u00f6rderung, haben in den letzten Jahren zur Entwicklung beigetragen.<\/p>\n<p>Anliegen und Ziel einer erneuten ABM war es, in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege, auf der Burg die historischen Angebote durch Versch\u00f6nerungsarbeiten zu unterst\u00fctzen, zu erhalten und zu erneuern. Nach umfangreichen Restaurierungen in den Jahren 1999 bis 2003 waren diese erg\u00e4nzenden Ma\u00dfnahmen sinnvoll.<br \/>\nDurch die engagierte Arbeit von vier Teilnehmern, die Ma\u00dfnahme begann im September, konnten solche Ergebnisse erzielt werden, wie die Neuanlage des Kr\u00e4utergartens im Burgvorhof mit entsprechenden Infotafeln, die \u00dcberarbeitung und Erneuerung der Beschilderungen und Hinweistafeln und der Bau von Spielm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Kinder, die Bezug auf die Burghistorie haben. Es erfolgten, als Erg\u00e4nzung der historischen Sammlung, aber auch Recherchen bei Museen und Magazinen und\u00a0 besonders bemerkenswert war der Bau der gesamten Burganlage als Modell.<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfig wurden Beratungen vor Ort durchgef\u00fchrt, an denen die Teilnehmer, Verantwortliche des AAfV und Mitarbeiter der Herberge teilnahmen. Sie sicherten einerseits eine qualifizierte Anleitung und andererseits einen reibungslosen Ablauf der Ma\u00dfnahme, die im April 2009 endete. Die Leitung des Teams hatte Maren Lipsdorf. Das Burgmodell wurde von Lutz Prate entworfen und gestaltet.<br \/>\nDie Exponate, Fotodokumentationen und weitere Ergebnisse pr\u00e4sentierten die Teilnehmer zum Ende der Ma\u00dfnahme anl\u00e4sslich einer \u00f6ffentlichen Veranstaltung. Auf der Burg kann man sich von der vorbildlichen Arbeit der vier Teilnehmer \u00fcberzeugen. Dort ist auch das Modell ausgestellt.<br \/>\nDie Arbeiten wurden in einer hohen Qualit\u00e4t realisiert und mit Eigeninitiative und Kreativit\u00e4t erg\u00e4nzt. Die Ergebnisse sind auf einer CD dokumentiert.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Messe f\u00fcr Soziales &amp; Gesundheit in Kleinmachnow<\/span><\/h3>\n<p>In Anlehnung an die Fachmessen des Netzwerks ambulanter sozialer Dienste in den Vorjahren, fand 2008 eine Veranstaltung im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche, diesmal in der Region Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf und Nuthetal statt.<\/p>\n<p>Auf der \u201eMesse f\u00fcr Soziales &amp; Gesundheit\u201c stellten soziale Dienste und Einrichtungen ihre Angebote f\u00fcr die B\u00fcrger der Region vor und kamen miteinander ins Gespr\u00e4ch. Insgesamt 38 Aussteller von Wohlfahrtsverb\u00e4nden, Vereinen, Kommunen und den an der Netzwerkarbeit beteiligten Fachdiensten des Landkreises und der MAIA gaben Informationen zu ihren Angeboten f\u00fcr die Zielgruppen: \u00c4ltere und pflegebed\u00fcrftige Menschen, behinderte Menschen, psychisch kranke, suchtkranke, chronisch kranke oder sterbende Menschen, sozial Bed\u00fcrftige, Arbeitslose, Kinder, Jugendliche, Familien, ehrenamtlich Engagierte, aktive Senioren, Selbsthilfeinteressierte etc.<br \/>\nNeben der Fachmesse gab es Diskussionsforen zu den Themen \u201eReform des Spenden- und Gemeinn\u00fctzigkeitsrechts\u201c sowie \u201eWeiterentwicklung der Pflege &#8211; Auswirkungen f\u00fcr die Praxis\u201c.<br \/>\nAufgrund der guten Resonanz bei Tr\u00e4gern und Akteuren vor Ort fand diese Veranstaltung 2010 ihre Fortsetzung.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Der andere Weg Gesch\u00e4fte zu machen: Engagement-Marktplatz in der Region Teltow, Kleinmachnow und\u00a0 Stahnsdorf<\/span><\/h3>\n<p>Im\u00a0 November organisierte die Freiwilligenkoordinatorin des Landkreises, Steffi Wiesner (AAfV) gemeinsam mit Partnern in Kleinmachnow den ersten Engagement-Marktplatz im Landkreis.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgermeister der drei beteiligten Kommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf \u00fcbernahmen daf\u00fcr die Schirmherrschaft und er\u00f6ffneten den Marktplatz gemeinsam.<br \/>\nBei einem Engagement-Marktplatz handelt es sich um eine Art \u201eSpeed-Dating\u201c f\u00fcr Unternehmen und Gemeinn\u00fctzige. In zwangloser Atmosph\u00e4re treffen Unternehmen auf gemeinn\u00fctzige Organisationen und Einrichtungen, um miteinander zu handeln. Allerdings gibt es hier nicht Ware gegen Geld: Getauscht werden Zeit, Wissen, Material, Leistungen, Logistik, Gelegenheiten, Kontakte, Zug\u00e4nge zu Netzwerken und Kreativit\u00e4t. Jeder gibt das, was er hat oder am Besten kann. Die Frage nach Geld ist dabei tabu. Auf dem Engagement-Marktplatz\u00a0 schlossen \u00fcber 70 Teilnehmer aus 10 Unternehmen und 25 Gemeinn\u00fctzigen insgesamt 34 Vereinbarungen.<\/p>\n<h3><span style=\"text-decoration: underline;\">Das Alte Haus in L\u00fctte<\/span><\/h3>\n<p>Im Mittelpunkt des Fl\u00e4mingdorfes L\u00fctte befindet sich ein historisches Anwesen mit dem einzig erhaltenen fl\u00e4mingtypischen b\u00e4uerlichen Ensemble des Ortes &#8211; ein altes Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert, eine Fachwerkscheune, ein Stallgeb\u00e4ude und eine alte Dorfschmiede. Es wird vermutet, dass das Areal aus dem Ende des 17. Jahrhunderts stammt.<br \/>\nFast alle anderen Geb\u00e4ude des Ortes sind einem gro\u00dfen Brand im Jahre 1833 zum Opfer gefallen. Der Verein \u201eAltes Haus\u201c in L\u00fctte hat mit viel ehrenamtlichen Engagement das Anwesen vor dem weiteren Verfall gerettet und mit Hilfe von F\u00f6rdermitteln eine denkmalgerechte Sanierung des ehemaligen Wohngeb\u00e4udes in Angriff genommen, nachdem bereits 2007 die ehemalige Schmiede zum Begegnungszentrum und Veranstaltungsort ausgebaut wurde.<\/p>\n<p>Ziel einer ABM, sie begann im Dezember, waren vorbereitende Arbeiten zur vorl\u00e4ufigen Sicherung der Bausubstanz, die Entr\u00fcmpelung des altes Wohnhauses sowie unterst\u00fctzende Arbeiten f\u00fcr die bauausf\u00fchrenden Betriebe. 7 Teilnehmer halfen bei der Entkernung des Geb\u00e4udes, bei der Dachabdeckung und Abtragung des Schornsteins. Unterst\u00fctzt wurde auch bei der Ber\u00e4umung des Hofes und der Entsorgung von Bauschutt. Nicht mehr nutzbares Abrissholz wurde zu Brennholz verarbeitet.<br \/>\nBei der Trockenlegung des Mauerwerks und Hilfsarbeiten am Fachwerk, konnten sich die Teilnehmer \u201ebeim Fachmann\u201c viel abgucken. W\u00f6chentlich wurden Beratungen zwischen Mitgliedern des Vereins \u201eAltes Haus\u201c und den Teilnehmern zum Stand der Arbeiten durchgef\u00fchrt. Die Ma\u00dfnahme endete nach 9 Monaten.<\/p>\n<p>Im Juni 2010 wurde das denkmalgesch\u00fctzte Geb\u00e4ude feierlich er\u00f6ffnet. Auch die Teilnehmer der ABM wurden eingeladen. Allen, die an der Rekonstruktion mitgewirkt haben, wurde herzlich gedankt. In dem Geb\u00e4ude soll sp\u00e4ter ein Museum eingerichtet werden und es soll eine Wanderer- und Radfahrerherberge entstehen. Der Ort L\u00fctte hat dann eine Attraktion mehr.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2008 Job Perspektive &#8211; Besch\u00e4ftigung f\u00fcr Menschen mit Vermittlungshemmnissen Bisherige Erfahrungen in der Umsetzung des SGB II haben gezeigt, dass es eine nennenswerte Zahl von Personen gibt, bei denen die arbeitsmarktpolitischen Instrumente nicht zu einer Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt f\u00fchren. Die Ursache hierf\u00fcr liegt in der besonderen Arbeitsmarktferne dieser Personen. 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